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Wegen CoronaGirls Day beim Bundesheer heuer nur online

Mädchen und junge Frauen sollen bei dem Girls Day für technische und naturwissenschaftliche Berufe begeistert werden. Einblicke ins Soldatenleben gibt es heuer nur online. Dafür startet das Bundesheer eine Frauenwerbekampagne.

© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Der Girls Day, jährlich am 22. April abgehalten, sei "Kick-off" für die Kampagne unter dem Titel "Unser Heer. Ihre Chance", erklärte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) am Donnerstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Frauenministerin Susanne Raab. Diese soll verdeutlichen wie "vielfältig" die Jobs beim Heer sind, von der Militärpolizistin bis hin zur Sanitäterin. Verschiedene Sujets setzen dabei Frauen beim Heer in Szene - und zwar unter dem Titel "Überfliegerin" (Pilotin), "Lebensretterin" (Sanitäterin) und "Hundeflüsterin" (Hundeführerin).

Tanner verwies zudem auf ein "starkes Maßnahmenpaket", um den Frauenanteil im Heer zu erhöhen. Etwa setze man auf Informationsoffizierinnen, die bei Rekrutierungsmaßnahmen helfen sollen, indem sie verstärkt Frauen ansprechen. Auch habe man ein "Mentorinnenprogramm" implementiert. "Neueinsteigerinnen" sollen von einer erfahrenen Kameradin in ihrer Ausbildung begleitet werden. Bis dato seien 55 Mentorinnen beim Bundesheer ausgebildet worden. Auch werde ein neues Referat im Ministerium geschaffen, das sich ausschließlich mit der Steigerung des Soldatinnen-Anteils beschäftigen soll. Und die Medienpräsenz von Frauen in der Werbearbeit des Bundesheeres soll ebenfalls gesteigert werden.

Laut Tanner gibt es aktuell beim Bundesheer 666 Soldatinnen. Davon befinden sich 640 Frauen in einem Dienstverhältnis, 22 Soldatinnen im Ausbildungsdienst und vier Frauen im Auslandseinsatz bzw. Vorbereitungen. Die meisten Frauen, in Summe 294, sind als Unteroffiziere tätig, 93 als Offiziere.

Es braucht weibliche Vorbilder

Raab lobte die gemeinsame Initiative mit Tanner, das Heer als Berufsfeld für Frauen attraktiver zu machen: "Eine junge Frau soll alles werden können, was sie möchte, auch wenn ein Berufsfeld als männerdominiert gilt." Dafür brauche es Vorbilder, "starke Role Models". Eine davon ist  Hauptmann Christina Hofer, deren Werdegang beim Heer vor zehn Jahren begonnen und die im Auslandseinsatz im Kosovo eine Militärpolizeieinheit geführt hat. Auch beim Terroranschlag im vergangenen November sei sie im Einsatz gewesen, betonte sie: "Mein Kommandant entschied sich bewusst für mich, weil auch eine Frau der beste Mann für einen Job sein kann". Wie Hofer betonte, werde im österreichischen Bundesheer "Gleichstellung gelebt". Sie würden ihren Weg jedenfalls noch einmal wählen.

Foto © (c) Bundesheer/Laura Heinschink (HBF/Heinschink)

Veranstaltung nur online

Der gesamte Girls Day des Bundes findet heuer wegen der Corona-Pandemie online statt. Unter www.girlsday-austria.at erhalten Interessierte Einblicke in den Arbeitsalltag von Fluglotsinnen, Statistikerinnen oder Chemikerinnen. Auch die Teilnahme an Online-Workshops ist möglich.

Mit dem neuen Wettbewerb sollen Mädchen motiviert werden, sich mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (den sogenannten MINT-Fächern) zu beschäftigen. Eingereicht werden können kreative und originelle Videos, Texte und Audios, die die Ideen der Teilnehmerinnen illustrieren oder die Mädchen beim Experimentieren oder bei der Ausführung ihrer Ideen zeigen, hieß es gegenüber der APA. Teilnehmen können Mädchen zwischen drei und 18 Jahren mit Wohnsitz in Österreich. Als Preise warten Praktika oder Schnuppertage in technischen Unternehmen, MINT-Workshops und ein "Meet & Greet" mit den Ministerinnen.

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livius
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Österreich sollte endlich der Diskriminierung ADE sagen

Eine allgemeine Wehrpflicht für alle Geschlechter wäre höchst an der Zeit! Ich bin mir sicher, dass dann etliche Frauen beim Heer bleiben werden. Die Diskriminierung muss ein Ende haben, Wir leben im 21. Jahrhundert. Es ist nicht fair immer die Kinder als Ausrede herzunehmen, denn es gibt unzählige Frauen, die niemals Kinder haben, warum auch immer (Gesundheit, Lebensplanung, ...). Kindererziehung wird obendrein mit Kindererziehungszeiten abgegolten und die Männer helfen doch auch schon längst mit. Weiters kann man heutzutage die Kinder gleich in eine Kindergrippe geben. Die Politik hat für die Rahmenbedingen zu sorgen, aber die Kindererziehung sollte letztendlich schon den Eltern obliegen. Damit die Einkommensschere zwischen den Geschlechtern sich schneller schließt, sollte unbedingt die allgemeine Wehrpflicht für alle Geschlechter eingeführt werden, denn man bekommt z. B. beim Heer besser bezahlt als man als Friseuse verdient. Derzeit sind Männer im Pensionsrecht diskriminiert, weil für gewisse Pensionsarten der Präsenzdienst nicht zählt. Dieses Problem haben Frauen nicht. Des Weiteren ist die Beitragsgrundlage für den Präsenzdienst sehr niedrig, da können sich Frauen im aktiven Erwerbsleben eine viel bessere Beitragsgrundlage erarbeiten. Mit einem Wort: Die allgemeine Wehrpflicht für alle Geschlechter muss her!

Civium
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19 jährige haben selten Kinder und

Familie, wie auch 19 jährige Männer,,!

Frauen sollten verpflichtet sein auch als Soldatin oder Zivildienerin den Dienst am Staat zu leisten.

Civium
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Gleiches Recht und Pflicht für alle,,,,!!!

Führen Sie die

Wehrpflicht für Frauen ein und ihr Wunschtraum geht in Erfüllung, Frau Minister,,

Auch Sie sollen nachdienen und auf de Eid auf die Republik an den Waffe leisten

voit60
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wie wäre eine 6 monatige Präsenz

der Girl beim BH?

Civium
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Als

Pflicht, wie die Männer!