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Segnung homosexueller PaareDompfarrer Faber will Segen nicht verweigern: "Es ist verrückt"

Die Weigerung der katholischen Kirche, homosexuelle Partnerschaften zu segnen, stößt in Österreich mehrheitlich auf Ablehnung.

THEMENBILD: PFARRER IN OeSTERREICH
Der Wiener Dompfarrer Toni Faber © APA/HANS KLAUS TECHT
 

Laut einer vom Magazin "profil" veröffentlichten Umfrage haben 64 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher kein Verständnis für das Nein der Glaubenskongregation im Vatikan. Scharfe Kritik kommt vom Wiener Dompfarrer Toni Faber. Er kündigt an, Homosexuellen Paaren den Segen nicht zu verweigern.

"Wenn ich den Auftrag hätte, mit zwei Textseiten den größtmöglichen Schaden für die Kirche auszulösen, dann würde ich genauso einen Brief schreiben, wie ihn die Glaubenskongregation jetzt verfasst hat", sagt Faber: "Es ist geradezu verrückt, dass man sich mit so einem Thema vor Ostern ins Gerede bringt. Wie dieses Schreiben die päpstliche Approbation erlangen konnte, weiß ich nicht. Vielleicht wurde es Papst Franziskus schlicht untergejubelt." Er werde gleichgeschlechtlich liebende Paare nicht nach Hause schicken.

Laut der von Unique research durchgeführten Umfrage (800 Befragte, maximale Schwankungsbreite 3,5 Prozent) können nur 13 Prozent die Ablehnung der Homosexuellen-Segnung nachvollziehen. 21 Prozent geben an, es sei ihnen egal, was die Kirche mache. Drei Prozent machten keine Angaben.

Die Glaubenskongregationin Rom hatte am 15. März ein Nein zur Segnung homosexueller Partnerschaften durch die katholische Kirche deponiert. In dem sogenannten Responsum ad dubium (Antwort auf einen Zweifel) heißt es, Segnungen menschlicher Beziehungen seien nur möglich, wenn damit den Plänen Gottes gedient sei. Unzulässig sei jede Segnungsform, die homosexuelle Partnerschaften anerkenne. Die christliche Gemeinschaft sei aber aufgerufen, Menschen mit homosexuellen Neigungen zu respektieren. Mehrere Bischöfe kritisierten den Erlass. Auch der Wiener Kardinal Christoph Schönborn zeigte sich darüber "nicht glücklich".

Kommentare (9)
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steinlin
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Segen

Ich glaube auch nicht, dass sich in der kath. Kirche etwas wesentliches bewegt. Wenn sich die höchsten "Würdenträger" versammeln, sind das alles Männer von 80 und mehr Jahren.

walter1955
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die müssen einmal bei sich selbst aufräumen

Wieviele Homosexuelle ,bzw,Vergewaltiger gibt es in Ihren Reihen
"dann können sie Richten"
man könnte zum Schluss kommen das, das ein Verlogener Verein ist
und nur auf Geld aus ist

HansWurst
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Und worauf sind

sie aus?

georgXV
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???

LEIDER schaufelt die katholische Kirche an ihrem eigenen Grab ...
N U R ist sie LEIDER viel zu reich, als daß ihre finanzielle Situation sie zum Umdenken veranlassen könnte ...
A B E R die tausenden Kirchenaustritte in Österreich und Deutschland in den letzten Monaten sollten ihr langsam zum Denken Anlaß geben ...

merch
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...

Genau deshalb hat diese Kirche 2000 Jahre überdauert. Aber eigentlich ist es doch eh wurscht, oder?

Hapi67
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Diesem Verein

oder Vorfeldorganisation der Muslime bitte einfach auflösen.

Die homophobe Einstellung der Kirche steht im krassen Widerspruch der Lebensrealität Ihrer Vertreter.

Vielen Dank

Pelikan22
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Wann i ehrlich bin ....

"Mi hamms net g'fragt!"

Elli123
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Was

hätten Sie gesagt? Bitte um politisch korrekte Antwort.

Pelikan22
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Persönliche Meinungen sind hier gar nicht gefragt!

Die Glaubenskongregation entscheidet. Und die Zahl der Toten kann belegen, wie autoritär die Kirche vorgeht. Nicht nur "Hexen und Zauberer" wurden verbrannt. Die vielen Opfer die für ihren Glauben sterben mussten, geben ein beredtes Zeugnis ab! Jetzt wissen sie, was ich geantwortet hätte. Aber das ist ja nicht gefragt. Das zählt alles nichts!