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Family-Talk mit Hirnforscher HütherAppell an Eltern: "Achten Sie auf sich selbst, schauen Sie, dass Sie aus dem Hamsterrad rauskommen"

Wie gefährlich ist der ständige Umgang mit digitalen Medien für unsere Kinder und Jugendlichen? Antworten hat Neurobiologe und Bestsellerautor Gerald Hüther. Der Talk zum Nachschauen.

 

Mehr denn je führt uns die Coronakrise vor Augen, wie die Digitalisierung Segen und Fluch zugleich ist - vor allem für die Kinder und Jugendlichen, die mit den neuen Medien nicht nur aufgewachsen sind: Für viele sind sie seit einem Jahr zum absoluten Zentrum ihres Lebens geworden, wenn Schule gerade für die Älteren vor allem virtuell abläuft und Freunde primär über soziale Medien "getroffen" werden können.

Gerald Hüther, Neurobiologe und Bestsellerautor, hat uns im Family-Talk erklärt, was die Digitalisierung in der Krise mit unseren Kindern macht. Hier der Talk zum Nachschauen:

Der Family-Talk

Kinder, Jugendliche, Familien stehen in unserem neuen Family-Talk im Mittelpunkt: Regelmäßig spricht Kleine-Zeitung-Redakteurin Sonja Peitler-Hasewend mit Experten in unserem Studio.

Es sind keine klassischen Interviews, denn im Mittelpunkt stehen dabei Sie, liebe Leser. Es geht um Ihre Fragen - Fragen zu Familienthemen und Erziehung, aber auch zu Kindergarten, Schule und Ausbildung. Reden wir darüber! 

Mein Kind sitzt stundenlang vor dem Computer, zum Lernen und zum Zocken. Muss ich mir Sorgen machen?

Gerald Hüther antwortet darauf so: "Wenn Sie es gern möchten, können Sie sich freilich Sorgen machen, aber das nützt niemandem, weder Ihnen noch Ihrem Kind. Aber weshalb hat sich Ihr Kind noch nie gefragt, weshalb es das tut? Wenn es auf der Suche nach einer Antwort auf diese Frage zu begreifen beginnt, dass es auf diese Weise sein Leben verdattelt, wäre es ein gutes Zeichen, wenn es sich dann auch endlich ernsthaft Sorgen macht. Wie soll es sonst jemals bereit sein, die Verantwortung für sein eigenes Leben übernehmen zu wollen?"

Was macht die Digitalisierung mit den Gehirnen der Kinder und Jugendlichen?

GERALD HÜTHER: Digitale Geräte sind einerseits Werkzeuge, sie helfen uns etwa, Kontakt zu Freunden zu halten. Das ist harmlos. Wenn die digitalen Geräte aber nun dafür eingesetzt werden, um Bedürfnisse zu stillen - also zum Beispiel das Bedürfnis mit anderen zusammen zu sein -, dann lernt man nicht, wie man in der realen Welt seine Bedürfnisse stillt. Die große Gefahr ist aber überhaupt, dass viele Kinder derzeit gezwungen sind, ihre Gefühle zu unterdrücken. Kinder, die gerne mit der Oma kuscheln, machen das jetzt nicht, um die Oma zu schützen. 

Was passiert, wenn Kinder ihre Bedürfnisse unterdrücken?

HÜTHER: Das Unterdrücken ist anstrengend, braucht einen Haufen Energie. Kinder, die Regeln gut einhalten, die immer Masken tragen, Abstand wahren und Sozialkontakte meiden, werden vorgeführt und als positives Beispiel etwa von Politikern hergezeigt. Aber dahinter steckt ein Kind, das seine Bedürfnisse unterdrückt hat. Die digitalen Geräte, Roboter und Automaten funktionieren ja deshalb so gut, weil sie keine eigenen Bedürfnisse mehr haben. Das heißt, die Kinder werden dann auch den Geräten immer ähnlicher. Ungünstig ist aber, dass die Kinder die Geräte immer mehr benutzen, um ihre lebendigen Bedürfnisse ersatzweise zu stillen. Gleichzeitig müssen sie ihre Bedürfnisse aber unterdrücken, sodass sie diesen Geräten immer ähnlicher werden und das ist die Katastrophe.

Kinder, die Regeln gut einhalten, werden als positives Beispiel hergezeigt. Aber dahinter steckt ein Kind, das seine Bedürfnisse unterdrückt hat.

Gerald Hüther, Hirnforscher

Warum üben soziale Medien und Computerspiele denn so eine Anziehung aus? Was sind da für Mechanismen am Werk? 

HÜTHER: Die Anziehungskraft der digitalen Medien als Werkzeuge ist normal, da gibt es kein Problem. Das ist die zeitgemäße Nutzung eines Geräts. Das was uns Angst machen muss, ist, wenn das Gerät benutzt wird um ein Bedürfnis zu stillen. Ich rate hier: Lassen Sie die Schule Schule sein. Es ist nicht schlimm, wenn einmal nicht der ganze Stoff durchgemacht wird. Nehmen Sie ihre Kinder, wann immer es möglich ist, und machen Sie etwas was ihnen Freunde macht. Tanzen singen, musizieren oder einen Freund einladen. Es gibt Zeiträume, in denen ich spüren kann, dass ich immer noch lebendig bin.

Meine Kinder können nicht schlafen, aus Angst ihre Freunde wieder monatelang nicht sehen zu können. Wie kann man dem Kind die Angst nehmen?

HÜTHER: Schlecht ist es, wenn Eltern auch noch Angst haben. Das strahlt dann auf die Kinder ab. Daher mein Appell an die Eltern: Achten Sie auch auf sich selbst, schauen Sie, dass Sie aus dem Hamsterrad rauskommen und gehen Sie mit sich selbst liebevoll um. Dann wird man wieder Gestalter seines eigenen Lebens und man wird wieder liebevoller. Nicht nur zu sich selbst, auch zu seinen Kindern. Es schadet nicht, dem Kind zu sagen, dass es auch für einen selbst nicht leicht ist, bleiben Sie authentisch und sagen Sie ihm, dass sie da gemeinsam durchkommen. 

Zur Person: Gerald Hüther

Gerald Hüther ist bekannter Neurobiologe und Vorstand der Akademie für Potentialentfaltung.

Wissenschaftliche Themenfelder: Einfluss früher Erfahrungen auf die Hirnentwicklung, Auswirkungen von Angst und Stress und Bedeutung emotionaler Reaktionen.

Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und populärwissenschaftlicher Sachbücher. Sein jüngstes Buch

  • Lieblosigkeit macht krank -
    Was unsere Selbstheilungskräfte stärkt und wie wir endlich gesünder und glücklicher werden

ist 2021 im Herder Verlag erschienen.

Wie kann ich als Oma oder Opa für mein Enkelkind da sein?

HÜTHER: Ich glaube, dass sich die Großeltern entscheiden müssen, was ihnen wichtig ist. Das ist schwierig. Mit objektiv wissenschaftlichen Methoden kann man nur messen wie lange man lebt, aber es gibt eben auch das Lebendigsein, die Freude am Leben, die kann man nicht messen. Vielleicht ist es wichtiger, dass man einen Tag hat, an dem man glücklich ist, als zehn Jahre in denen man nicht richtig lebt. Wenn ihnen die Enkelkinder wichtig sind, dann sollen Sie sich mit ihnen treffen.

Meine Enkel sind vom Fernsehen besessen. Es ist mir noch nie gelungen, Sie davon loszueisen. Was kann ich tun?

HÜTHER: Fernsehen und Co. sind nur dann attraktiver, wenn die Möglichkeiten im realen Leben nicht ausreichen, die kreativen Bedürfnisse der Kinder zu stillen. Entwickler der Medien wissen natürlich, dass Kinder sehr darauf abfahren, was gezeigt wird. Es wird immer bunter, schneller, lauter, verrückter. Fernsehzeiten zu reduzieren, ist nicht der Königsweg. Man muss dem Kind eher ein attraktives Angebot machen, das interessanter ist als das Fernsehprogramm.

Wir würden sehr gerne mit unserem 14-jährigen Sohn etwas Kreatives machen, um Abwechslung in seinen computerbasierten Alltag zu bringen - aber er hat wenig Lust. Was kann ich tun?

HÜTHER: Wir versuchen ständig die Kinder zu bespielen. Es kann aber sein, dass die Kinder, dass gar nicht so toll finden. Vielleicht wollen sich Kinder um etwas kümmern. Sie wollen etwas umsorgen, etwas umhegen. Eine Möglichkeit ist, ein kleines Beet am Balkon anzulegen oder vielleicht ein Haustier. Dann wenn Kinder Gelegenheit bekommen - am besten mit anderen gemeinsam -, sich um etwas zu kümmern, dann gibt ihnen das das Gefühl bedeutsam zu sein.

Meine Kinder spielen stundenlang Computerspiele mit extremen grellen und sehr schnell wechselnden Lichtreizen. Es ist sehr laut und sie reagieren außerordentlich schnell. Was passiert mit dem Gehirn, wenn die Kinder dem stundenlang ausgesetzt sind?

HÜTHER: Was passieren kann, ist, dass Kinder und Jugendliche abhängig von diesen Reizen werden. Wenn sie ein Buch lesen passiert ihnen dann nicht genug. Später werden diese Kinder nicht mit dem Subtilen umgehen können. Sie werden immer das Laute brauchen. Es kann helfen, mit dem Kind darüber zu reden, es zu fragen, worum es sich gerne kümmern würde und - vor allem bei den Jüngeren - etwas anzubieten, das attraktiver ist als das Fernsehschauen oder Computerspielen.

Dann wenn Kinder Gelegenheit bekommen, sich um etwas zu kümmern, dann gibt ihnen das das Gefühl bedeutsam zu sein.

Gerald Hüther, Hirnforscher

Eltern können den Medienkonsum ihrer Kinder bis zu einem gewissen Grad steuern. Doch was ist mit den vielen anderen starken Einflussfaktoren wie Schule, Medien, Werbung und Wirtschaft? Läuft da nicht einiges falsch in der Gesellschaft? 

HÜTHER: Es läuft sehr vieles falsch in der Gesellschaft. Als Eltern ist es schwer den ganzen Verführungen Einhalt zu gebieten. Vielleicht ist es an der Zeit, dass sich Eltern zusammenschließen und gemeinsam überlegen. So kann man auf Ideen kommen, was man den Kindern anbieten könnte. Die Frage ist wieder, ob das Kind das Gerät als Werkzeug gebraucht oder ob das Kind das Gerät benützt, um ungestillte Bedürfnisse ersatzweise zu stillen. Da fängt es dann an, hochproblematisch zu werden. Da herrscht Suchtgefahr.

Wie soll ich die Spielzeit meines 16-jährigen Sohns am PC begrenzen? 

HÜTHER: Oft hilft es, das Kind seine emotionale Betroffenheit spüren zu lassen. Es schadet auch nicht, wenn man dabei weint. Dann wird es verstehen, dass man nicht nur seine Interessen über die des Kinds stellen will, sondern sich sorgt. Das kann man einem Kind auch zumuten. Und vielleicht schafft man es so, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Aber dazu müssen Kinder spüren, dass es einem ans Herz geht.

Was kann die Schule tun, um den Kindern zu helfen? 

HÜTHER: Da müsste sich die ganze Schule ändern. Jedes Kind müsste gesehen werden. Unter den Bedingungen jetzt wird vieles sichtbar. Es wird sichtbar, dass unser Schulsystem aus dem vorigen Jahrhundert stammt. Es geht darum, dass die Kinder so viel Wissen sich aneignen können wie möglich. Dass sie mit Begeisterung, Leidenschaft fürs Leben lernen. Wenn ein Kind aus der Schule kommt und die Freude am Lernen immer noch hat, mache ich mir keine Gedanken. Dann wird sich das alles selber aneignen. Aber wenn wir darauf bestehen, dass die Kinder sich alles aneignen und dadurch ihre Freude am Lernen versauen, dann erreichen wir genau das Gegenteil.

Was läuft falsch im Schulsystem?

HÜTHER: Schauen Sie sich einen Jungen an, der einen Turm baut. Der will keinen mittelmäßigen Turm bauen, der will den größten Turm der Welt bauen. Diese Freude an Leitung verschwindet aber dann, wenn Mama kommt und sagt: "Ja, das ist ja ein schöner Turm, aber mach jetzt deine Hausaufgaben." Kinder sind keine Obstbäume, die man aufzieht, Kinder sollte man nicht dressieren. Wir müssen etwas tun, damit sie ihre Lebendigkeit nicht verlieren. Das ist das größte Geschenk für uns Eltern und Großeltern und diese spüren wir wieder, wenn wir mit ihnen spielen. Dann werden wir selbst wieder lebendig. 

Ich bin Lehrerin und möchte Sie fragen, was ich tun kann, um die Politik zu überzeugen, das Schulsystem endlich von Grund auf zu ändern?

HÜTHER: Sie können die Schule nicht verändern, auch die Politiker nicht. Die einzigen, die das können, sind die Eltern - als Wahlvolk. Und wenn es genügend Eltern gibt, die andere Schulen wollen, wird es auch genügend Politiker geben, die nichts toller finden, als endlich alles aus der Schule zu verbannen, was da nicht hingehört und was die Kinder daran hindert, ihre Tanlete und Begabungen zu entfalten. Politiker machen, was sich Eltern und Großeltern wünschen. Solange die in der Mehrheit der Meinung sind, dass es Druck braucht, dass ein Kind zum Lernen gezwungen werden muss, damit Leistung herauskommt, wird auch die Politik keine neuen Wege einschlagen.

 

Kommentare (30)
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papagena68
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Danke!

Danke, Kleine Zeitung, für dieses Interview! Es tut gut, kritische und konstruktive Stimmen in einem breiten Medium wie dieses zu hören/lesen.
Für alle, die die Aussagen Gerald Hüters zu Erziehung und Schule mit antiautoritärer Erziehung verwechseln, sei die intensive Lektüre aktueller Gehirnforschung, Psychologie und Pädagogik empfohlen.
Nur wer selbst Empathie und respektvollen Umgang erfährt, kann Empathie und Respekt auch anderen Menschen und Lebewesen, ja der ganzen Welt, entgegenbringen. In den meisten Schulen passiert genau das Gegenteil.

Care
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Sein Rat an Ältere

Sie sollen sich überlegen, ob sie einen Tag voller Leben oder viele Jahre ohne Keben haben wollen? Wer darf das entscheiden? Die Alten werden eingesperrt. In den Heimen oder von besorgten Familienmitgliedern. Es gibt sehr wenige, die diesem entkommen können, wenn sie es möchten. Bei vielen hilft Angstmache, um sie gefügig und duldsam zu halten.
Wie er sagte, dass Anfälligkeit steigt, wenn sie ihre Bedürfnisse nach Nähe nicht erfüllen dürfen. Das wurde ja bestätigt in den Heimen, wo trotz Besuchersperren und Kontrollen Covid sich ausbreiten konnte....

erstdenkendannsprechen
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ja - und nach ihrem umkehrschluss

hätte es sich in heimen nicht ausgebreitet, wenn es keine besuchssperren usw. gegeben hätte.
ich hab viel mit alten menschen zu tun - kümmere mich um meine eltern, meine tante, schwiegereltern, hab kontakt mit deren freunden, tw. in heimen: keiner von ihnen möchte das risiko einer potentiell tödlichen (bei den über 80jährigen stirbt ein fünftel der erkrankten) erkrankung eingehen, nur um einmal zu feiern oder im gasthaus zu sitzen usw.
wer darf das dann entscheiden? wenn alles offen ist, haben die alten keine chance.

Care
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Es geht nicht um Feiern

Es geht um alltägliche kleine Berührungen u Zuwendungen...

Care
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Es geht nicht um Feiern

Es geht um alltägliche kleine Berührungen u Zuwendungen...

Care
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Umkehrschluss: wegsperren schützte auch nicht

Das habe ich nicht behauptet. Ich bin Gerontologin und spüre viel Liebe zu alten Menschen. Ich besuche immer wieder - wenn es möglich ist- alte Menschen in Heimen oder daheim. Ich sehe, wie sie leiden,. Oft darf man ja nicht besuchen. Sie weinen dann. Ich meinte nur, dass die Gesellschaft sie nicht mehr entscheiden lässt. Und ich sagte, dass trotz frühzeitiger Besuchersperre die Senior*innen in den Heimen nicht geschützt werden konnten. Ich gehe jetzt nur von mir aus: Ich möchte nicht so leben. Ich möchte selbstbestimmt entscheiden. Ich halte alle Maßnahmen ein und habe mich zur Impfung angemeldet, die ich vielleicht gegen Jahresende bekommen werde, oder auch erst später. Ich gehöre nicht zu den Leugnern. Ich denke jedoch, dass psychische Gesundheit erst die körperliche ermöglicht. Das wird derzeit oft vergessen.

Westostsuednord
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An die Moderatorin Mag. Sonja Peitler-Hasewend

Sehr geehrte Frau Redakteurin!
Ihre Moderation begeistert mich und zeigt mir im Gegensatz zu anderen, ihr natürliches Auftreten, ihr gekonntes natürliches moderieren mit sehr wissendlichem Inhalt.
Bravo und nur so weiter mit vielen weiteren spannenden Schulthemen.
Danke und viele liebe Grüße.

DergeerderteSteirer
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Forscher .......... Experten ...................schön und gut das sie gibt, ....................

jedoch immer liegen sie nicht richtig, von realem Geschehen über das Tun von "hysterischen Eltern" welche ihren Pfichten sehr oft durch ihr Suchtverhalten, egal ob Urlaubsverhalten ..... Konsumrausch ...... Geltungsdrang ...... usw., nicht gewachsen sind wird nicht miteinbezogen.
Die oft hysterisch handelnden Elternteile sind der Spiegel der Kinder, da werden die Kinder durch Unvermögen, mangelnder realistischer Aufklärungspflicht und Disziplinlosigkeitderer unnötig mithineingezogen und fehlgeleitet.
Ich weiß genau das sich da einige der Hysteriker auf den Schlips getreten fühlen, jedoch sollten diese Panikchaoten mal gründlich in sich gehen und nachdenken was wirklich wichtig im Leben, für's Leben mit Kindern und für die richtige Aufklärung und mit realistisch machbaren wie von normaler Logik getätigten Anleitungen.
Kinder welche richtig, von g'sunden Verstand geleitet aufgeklärt werden haben kein Problem, heute brauchen wir für jeden Schmarrn einen Psychologen, Forscher, Experten und dgl., die hysterisch angehauchten sollten mal das machen was wirklich wichtig ist, wir leben im Überfluß was Grundartikel für's Leben betrifft, was ... warum ... wann ... wo ... wieso ... machen sich solch Leute ein künstlich konstruiertes selbstverursachtes Problem, nachdenken und mal das richtige zu jeder Zeit zu tätigen versuchen und auch ohne jammern mal Hand und Geist anlegen !!

erstdenkendannsprechen
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es braucht sie schon, die experten. leider.

sie sprechen an, dass diese nicht nötig wären, eltern hysterisch seien und nur den "g´sunden verstand" der eltern bräuchten. ich kann ihnen eines versichern: die sehr, sehr, sehr viele eltern, deren kinder probleme, ängste, sorgen bis hin zu psych. krankheitsbildern entwickeln - sind von ihrem "g´sunden verstand" und davon, alles richtig zu machen, haushoch überzeugt.

DergeerderteSteirer
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Siehst @erstdenkendannsprechen, genau das ist der wunde und kranke Standpunkt einiger, ................

"sie sind von ihrem "g´sunden verstand" und davon, alles richtig zu machen, haushoch überzeugt"..................

Das ist ja die kranke Ignoranz, Überheblichkeit und Selbstüberschätzung ohne jemals das in Gebrauch genommen zu haben wofür es üblicherweise im Kopf ist !!

erstdenkendannsprechen
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dagegen

ist man aber machtlos.
die kinder sind halt arm dabei.

Stony8762
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Ich würde sagen, man sollte Kindern beibringen, dass man in eine Situation wie dieser auch mal verzichten und zurückstecken muss und nicht gleich mit jedem Idioten schreiend durch die Gegend 'spazieren' soll!

Adeva
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An die Redakteurin Sonja Peitler-Hasewend

Herzlichen Dank für Ihre gute Moderation beim heutigen Talk mit Prof. Gerald Hüther!

HeWa66
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Es

wird damit einfacher, die Schuld auf etwas zu schieben, dass es davor nicht gab :-)
Es bräuchte jetzt z.B. kein Kind ein Handy, sind alle zu Hause und erreichbar.
Alles wird nur schlecht geredet, sehr vieles funktioniert auch.
Man hört oder liest auch nur mehr über die Coronageneration?!?!?
Was soll das sein?
Entbehrungen zu erfahren ist heute keine Selbstverständlichkeit, alles gibt es im Überfluss, jeder bekommt alles.
Man kann auch der heranwachsenden Generation davon etwas beibringen, schadet nichts fürs weitere Leben.
Schön wenn es uns gut geht, aber auch das ist das reale Leben.
Auch diese Generation wird damit umgehen müssen.
Jammert Euren Kindern nichts vor, seid Vorbilder und bringt Ihnen besser bei, auch mit solch einer Situation umzugehen. Umso stärker werden Sie.

stkramme
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"Distance-Learning" und nicht "Distance Learning"

Bitte, liebes Kleine-Zeitung-Team, schreiben Sie den Begriff endlich einheitlich richtig! Warum sollte dafür eine andere Regel gelten als für "Family-Talk"?

stkramme
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Sich öffentlich zu Fehlern bekennen

ist - wenn auch anonym - offenbar in unserer Gesellschaft nicht mehr möglich. Lieber verteidigt man sich mit Pseudoargumenten oder verwendet unsinnige abgedroschene Phrasen, die die eigene Unwissenheit beschwichtigen sollen.
Vielen Dank für diese kleine (zum Glück!) nicht repräsentative Sozialstudie. Es bleibt zu hoffen, dass Sie Ihren Kindern gegenüber anders reagieren, wenn diese Sie auf Fehler aufmerksam machen.
Keine Sorge übrigens, ich habe mir ohnehin kein „Vielen Dank für den spitzfindigen Hinweis. Wir werden in Zukunft darauf achten“ erhofft. Man ist es ja gewohnt, dass in Österreich einfach weitergewurstelt wird.
Diesbezüglich würde sich ein Roman von Robert Musil hervorragend als Leseempfehlung eignen, aber Sie haben ja bestimmt „andere Sorgen“. - Viel Vergnügen also bei der heutigen Ausgabe von „Teenager werden Mütter“!

Westostsuednord
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Keine anderen Sorgen?

Ich denke, der Inhalt ist entscheidend. Vermutlich haben sie sich noch nie vertippt. Gratulation!

KleineZeitung
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Schreibung englischer Begriffe

Ich habe "Distance Learning" nirgendwo mit Bindestrich als Empfehlung gefunden (wohl aber E-Learning) ... Warum sollte die Schreibweise mit Bindestrich richtig(er) sein?
Freundliche Grüße,
die Redaktion

stkramme
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Weil es dazu eine eindeutige Regel gibt

Im Grunde gelten bei der Frage Getrennt- oder Zusammenschreibung von Wörtern aus dem Englischen die gleichen Regeln wie bei deutschen Zusammensetzungen. Verbindungen aus zwei Substantiven werden zusammengeschrieben, also beispielsweise Economyclass, Poleposition, Shoppingcenter, Braintrust, Bottleparty. Alternativ dazu kann auch ein Bindestrich gesetzt werden, beide Substantive müssen dann natürlich großgeschrieben werden: Economy-Class, Pole-Position. Die Bindestrichvariante bietet sich vor allem dann an, wenn solche Verbindungen in der Zusammenschreibung schwer lesbar sind, wie etwa bei dem Wort Desktoppublishing, hier ist die Schreibung Desktop-Publishing zu empfehlen.

Ist der erste Bestandteil ein Adjektiv, kann zusammengeschrieben werden, wenn die Hauptbetonung auf dem ersten Teil liegt, daneben ist auch die Getrenntschreibung möglich: Blackbox oder Black Box, Hotspot oder Hot Spot. Wir empfehlen hier jeweils die Zusammenschreibung.

Quelle: Duden online

demitigo
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stkramme

...Grammatikregeln... im WWW (World Wide Web, das / Substantiv, Neutrum / in Kurzform Web) ? Welch eine Utopie! :)

stkramme
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Der Link

Der ursprünglich beigefügte Linkt hat mehrmals dazu geführt, dass meine erste Antwort nicht online gestellt wurde, deshalb musste ich auf diesen leider verzichten. Sie können aber gerne selbst nachschlagen. Geben Sie auf Google einfach die Schlagworte "duden schreibweise englischer begriffe mit bindestrich" - man muss hierbei (ausnahmsweise) Rechtschreibregeln nicht beachten - ein und klicken Sie auf den ersten Link, dann können Sie die Regel gerne in der Primärquelle nachlesen.

PS: Nur weil die Bundesregierung und der ORF ständig inkonsistent und dadurch teilweise falsch schreiben, müssen Sie es ja nicht auch machen. Übrigens: Es könnte durchaus sein, dass sich die falsche Schreibweise einbürgert und Eingang in Nachschlagewerke findet. Das hat es in der Geschichte schon häufig gegeben. Es resultierte in allen mir bekannten Fällen daraus, dass gewisse Institutionen oder Personen mit großer medialer Reichweite (auch Legisten) Regeln nicht beherrscht und falsch geschrieben haben. So entstehen dann die allseits verhassten Ausnahmen von der Regel. Es wäre also schön, wenn man als Regelverfechter nicht als Buhmann dastünde. Das sollten nämlich, wenn man die Auswirkungen betrachtet, eher die anderen sein.

stkramme
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Weil es dazu eine eindeutige Regel gibt

Im Grunde gelten bei der Frage Getrennt- oder Zusammenschreibung von Wörtern aus dem Englischen die gleichen Regeln wie bei deutschen Zusammensetzungen. Verbindungen aus zwei Substantiven werden zusammengeschrieben, also beispielsweise Economyclass, Poleposition, Shoppingcenter, Braintrust, Bottleparty. Alternativ dazu kann auch ein Bindestrich gesetzt werden, beide Substantive müssen dann natürlich großgeschrieben werden: Economy-Class, Pole-Position. Die Bindestrichvariante bietet sich vor allem dann an, wenn solche Verbindungen in der Zusammenschreibung schwer lesbar sind, wie etwa bei dem Wort Desktoppublishing, hier ist die Schreibung Desktop-Publishing zu empfehlen.

Ist der erste Bestandteil ein Adjektiv, kann zusammengeschrieben werden, wenn die Hauptbetonung auf dem ersten Teil liegt, daneben ist auch die Getrenntschreibung möglich: Blackbox oder Black Box, Hotspot oder Hot Spot. Wir empfehlen hier jeweils die Zusammenschreibung.

Quelle: https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Schreibung-von-Fremdwortern-aus-dem-Englischen#:~:text=Verbindungen%20aus%20zwei%20Substantiven%20werden,%2DClass%2C%20Pole%2DPosition.

stkramme
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Likes und Dislikes

Die Likes und Dislikes zeigen übrigens, dass in unserer Gesellschaft offensichtlich lieber halb- bzw. unwissend geurteilt, als vernünftig recherchiert wird. Kein Wunder, dass Menschen, die in ihrer Persönlichkeit nicht besonders gefestigt sind, daran immer mehr verzweifeln.

stkramme
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Hier finden Sie die Regel(n) dazu

https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Schreibung-von-Fremdwortern-aus-dem-Englischen#:~:text=Verbindungen%20aus%20zwei%20Substantiven%20werden,%2DClass%2C%20Pole%2DPosition.

Da es sich um zwei Substantive handelt, ist die Zusammenschreibung oder die Schreibung mit Bindestrich nicht die "richtig(er)[e]", sondern tatsächlich die richtige.

Manchmal ist das Wort als solches in Nachschlagewerken nicht zu finden, wohl aber die generelle Regel.

Ich freue mich übrigens sehr über Ihr Interesse in Form der Rückfrage.

demitigo
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@stkramme

Grammatikregeln.... im WWW (World Wide Web, das Substantiv, Neutrum lt. Duden) ?? Welch eine Utopie! :D

Ragnar Lodbrok
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Fassbomben, Nervengas und eine Woche

nichts zu Essen macht Kinder kaputt. Natürlich ist die Situation nicht einfach - aber das ist Jammern auf Hollywoodniveau.

 
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