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Gehirnforscher Gerald Hüther"Wir alle überschätzen die Schule maßlos"

Liefert Schule jene Bildung, die Kinder für die Zukunft brauchen? Nein, sagt Neurobiologe Gerald Hüther. Er plädiert für eine echte Schulreform – von unten.

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Hüther sagt: "Wenn der Einzelne der Schule keine Macht mehr gibt, hat sie keine mehr.“ © KK
 

Das Sommersemester kann kommen. Und damit Nummer zwei der Leistungsrallye in diesem Schuljahr. Tests, Schularbeiten, Hausaufgaben, Referate: Vor Schülern und Lehrern türmt sich wieder ein Berg an Anforderungen, der bis Ende Juni abgetragen werden muss. Wo bleibt die Freude am Lernen? Und was muss Schule heute können? Mit diesen Fragen haben sich schon unzählige Schulreformen, Bildungsexperten, Schule-neu-Forderungen befasst.

„Ich versuche seit Jahrzehnten herauszufinden, wie sich das Schulsystem verändern lässt. Ich war in Arbeitskreisen der deutschen Bundeskanzlerin mit vielen hochrangigen Experten. Meine Erkenntnis ist: Die Veränderung, die es braucht, ist auf politischer Ebene einfach nicht umsetzbar. Also muss sich Schule von unten verändern.“ Zu diesem Schluss kommt der deutsche Neurobiologe und vielfache Sachbuchautor Gerald Hüther. Dieser Tage erscheint sein neues Buch „#Education For Future. Bildung für ein gelingendes Leben“. Es widmet sich der Frage, wie Bildung ausschauen müsste in dieser sich wandelnden Welt mit zerbröselnden Hierarchien, einer sich transformierenden Arbeitswelt, ungewissen Zukunftsszenarien.

Kommentare (19)

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dfd4041a4e57b04e882bf4009f4ffe54
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Alles abschaffen?

Unsere Kinder benötigen eine gute Bildung. Klingt ja wie in Russland zu Zeiten von Alexander denn II. Er ließ gebildete Lehrer auch Ermorden aus Angst, dass gebildete Volk könnte gegen ihn einen Aufstand machen. Herr Hüther ist wohl ziemlich ungebildet. Wie die Fr. Tanner. Kein Benehmen. Ach ja, die EU will ja auch die Bildung zurückfahren.

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Scaurus
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Was für ein Unsinn!

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cathesianus
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Und wer

soll den Kindern viele Grundbegriffe der Gesellschaft und des Zusammenlebens vermitteln, die sie zu Hause nicht mehr lernen, wenn nicht die Schule? Ganz abgesehen vom Segen, den es bedeutet, wenn sie wenigstens für ein paar Stunden von Fernsehern, Computern und Handys ferngehalten werden...

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meinekritik
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Grundbegriffe der Gesellschaft

sollten wohl zu Hause vermittelt werden.
Wird zugegeben immer schwieriger, weil Kinder VIEL ZU FRÜH in Betreuung abgegeben werden....

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Liezen
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Ich glaube nicht...

dass zu Hause nix gelernt wird. ... im Gegenteil... wie kommen sie darauf?

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@Liezen

womöglich spricht @cathesianus ja aus Erfahrung

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Ein halbwegs guter.Lehrer weiß,

daß er Sachen unterrichtet, die man im echten Leben zu 90% nicht braucht.

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Hildegard11
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Kommt....

....stark auf den Schultyp an. Außerdem: ein bisserl Allgemeinbildung schadet nix, auch wenn man nicht immer davon was kaufen kann.

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braunerbeistrich
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Schwätzer

Es kann nicht oft genug wiederholt werden: Herr Hüther ist KEIN Hirnforscher.
Banalitäten werden als wissenschaftliche Erkenntnis verkauft.

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Stand vor Tagen schon

In der deutschen Zeitung Focus unter dem Tietel Schule abschaffen. Das ist keine Banalität. Dahinter steckt absicht.

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Neurobiologe???

er ist kein Hirnchirurg...den hätten aber viele nötig...wobei...wo nix ist ...

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5530fbf58038c5b3c8fa52d653379a44
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wo nix ist

Es ist immer was da, die Frage ist nur wie viel von der grauen Substanz genutzt werden. Physiologisch haben wir alle ca. die selbe Hardware zur Verfügung. :D

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hfg
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Meine Mitschüler/innen

Die im Leben nach der Schule Erfolgreichsten ( auch Vermögendsten) waren eigentlich in der Schule schlecht bis sehr schlecht. Die sehr guten Schüler/innen haben sich in durchschnittlichen Berufen abgemüht.

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Erfolgreich?

Wobei sich wieder einmal stark die Frage aufdrängt, was denn nun "erfolgreich" bedeutet. Meiner bescheidenen Meinung nach ist dies nicht mit materiellem Reichtum gleichzusetzen, sondern wie man seiner Umwelt umgeht bzw. auskommt.

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joe1406
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Nicht zu hoch greifen

Klar - in der Schule lernt man zu 90% Dinge die man ohne Probleme wieder vergessen kann. Zumal wird der Wissensstand der Lehrer gelehrt - und der ist oft einige Jahrzehnte alt. An Schreiben, Lesen und Rechnen als Grundkompetenz wird man aber schwer vorbeikommen. Und genau das wird ja zum Grundproblem.

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KarlZoech
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Schulnoten nicht zu wichtig zu nehmen, das war immer meine Einstellung,

zuerst mich selbst betreffend, später bei den Kindern. Denn wichtig ist, was man sich an Wissen angeeignet und der Fähigkeit, dieses dann im Leben anzuwenden. Und im Leben braucht es eben noch mehr und Anderes als die Schulfächer widerspiegeln, was auch Gerald Hüther anspricht.

Ich habe an einer HTL-Abendschule maturiert, mit 15 Kollegen. Und der wirtschaftlich absolut erfolgreichste von uns ist einer, welcher die Schule mit minimalem Aufwand (neben Job und Nebenjob als Disk-Jockey) und auch eher minimalen Noten absolvierte; für den Zweiten in dieser Reihe trifft selbiges zu....

Was aber nicht zwangsläufig heißt, dass Menschen mit guten Schulnoten das (Berufs-)Leben nicht gut meistern würden: Meine eigenen Kinder hatten hervorragende Schulnoten und bewähren sich auch im Leben gut.

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RaraAvis
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Da hat er wohl recht

dass beim Thema Schule wohl alles absolut falsch läuft. Nur wenige spezialisieren sich am Ende wirklich auf GEbiete, wo sie höhere Mathematik brauchen. Wenn man sich aber jetzt oder später für etwas interessiert, lernt man es ohnehin sehr einfach.

Der sozialistische Gedanke, allen die gleiche Bildung geben und fast aufzwingen zu müssen, hat sowieso versagt.

Dafür können später Menschen ernstes Interesse an anderen Themen entwickeln, wofür sie zur Schulzeit keine Lust oder kein Interesse hatten. Habe ich bei mehreren Mitarbeitern erlebt, die zur Höchstform auflaufen, auch wenn die Schule sogar abgebrochen wurde.

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erstdenkendannsprechen
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ja, doch das ist nicht der fehler der schule

das war auch bei mir so - war in der schule gut, hatte ausgezeichnete abschlüsse. danach studium, beruf.
und dann bin ich draufgekommen, dass mich das eigentlich nicht so sonderlich interessiert - neben arbeit und familie etwas neues (etwas, für das ich mich mit 18 oder 19 nur marginal interessiert habe, in diesem bereich hätte ich mir damals keinen beruf vorstellen können für mich). und jetzt: interessanter, fordernder beruf.
will heißen: man ändert sich, die interessen ändern sich, die aufmerksamkeit fokussiert sich anders. da kann aber die schule (oder das system schule) wenig dafür. die offenheit muss man sich selber behalten (weil jedes system eingengt, da zählt das bildungssystem dazu - liegt in der natur der sache).

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RaraAvis
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@erstdenkendannsprechen

naja, der Fehler der Schule ist es, dass man einfach aber in ein fixes Programm hineingetrieben wird, das rein auf "Bildung" im herkömmlichen Sinn ausgerichtet ist. Bist du musisch, künstlerisch, sportlich begabt, bist schon nur mehr zweite Liga. Als Sportler könntest noch Glück haben, aber wenn du mehr Handwerker bist, hast Pech, alles wird erstmal Richtung Studium getrieben.

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