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Krimineller CoupBankschließfächer geleert: Auch ein Wiener Geldinstitut ist betroffen

In den gesicherten Bereich des Saferaums waren unbekannte Täter eingedrungen. Das Landeskriminalamt ermittelt - denn mittlerweile sind gleich drei Fälle, zwei in Niederösterreich und ein weiterer in Wien bekannt.

Tatort in Mödling © (c) APA/THOMAS LENGER
 

In Niederösterreich sind die Schließfächer zweier Banken geknackt und geleert worden. Betroffen waren Geldinstitute in Mödling und Klosterneuburg (Bezirk Tulln). Nach Angaben von Polizeisprecher Johann Baumschlager vom Freitag wurden beide Coups in einem ähnlichen Zeitraum am vergangenen Mittwoch durchgeführt. Zudem sei an beiden Standorten von den unbekannten Tätern dieselbe Vorgehensweise an den Tag gelegt worden. Die Schadenshöhe war vorerst unklar.

Mittlerweise ist auch ein Geldinstitut in Wien-Döbling zum Tatort geworden. Entsprechende Berichte von ORF und "Kurier" (Onlineausgabe) wurden von Niederösterreichs Polizeisprecher Johann Baumschlager am Freitagnachmittag bestätigt.

Im Fall der in Wien-Döbling betroffenen Bank geht die Polizei davon aus, dass die Diebe seit Oktober bis zuletzt in vermutlich mehreren Zugriffen Schließfächer leer räumten. Dazu hätten sie das elektronische System, das den Zugang zu der betreffenden Räumlichkeit in dem Geldinstitut sichert, "überbrückt". Wie genau die Kriminellen dabei vorgingen, sei noch unklar, sagte Polizeisprecher Marco Jammer auf APA-Anfrage. Mehrere Schließfächer seien betroffen, wie viele werde noch eruiert. "Die Opfer melden sich erst", so der Sprecher. Daher könne auch die Höhe des Schadens noch nicht beziffert werden.

Das Geldinstitut in Döbling sei bis dato die einzige betroffene Bank in Wien. Zuvor waren Diebstähle aus Depots in Banken in Mödling und Klosterneuburg (Bezirk Tulln) bekannt geworden. Um welche Bank es sich in der Bundeshauptstadt konkret handelt, will die Landespolizeidirektion nicht bekannt geben.

Technische Sperren überwunden

Zuerst publik geworden war der Vorfall in der Mödlinger Bank. Unbekannte waren dort in den gesicherten Bereich des Safe-Raums eingedrungen. Es sollen technische Sperren überwunden worden sein, von einem gewaltsamen Aufbrechen war nicht die Rede. Wie dies gelang, beschäftigte die Beamten ebenso wie Fragen zu weiteren Einzelheiten zum Coup in Klosterneuburg und mögliche Zusammenhänge der beiden Aktionen.

"Die Diebstahlsgruppe und auch IT-Beamte sind vor Ort, weil wir prüfen müssen, wie der oder die Täter in die Bank gekommen sind", sagte Baumschlager mit Verweis auf die Ermittlungen des Landeskriminalamts Niederösterreich. "Wir stehen ganz am Anfang der Erhebungen", fügte der Sprecher hinzu. Dass, wie kolportiert, eine internationale agierende Bande am Werk war, bestätigte er nicht.

Hinsichtlich der Schadenshöhe waren am Freitag nur Spekulationen möglich. Der "Kurier" berichtete von einem Millionencoup. Eine Sprecherin von einer der betroffenen Banken sagte dem ORF Niederösterreich, dass aus "derzeitiger Sicht nur einige wenige Schließfächer betroffen" seien. Sie betonte außerdem, dass ein "mehrstufiges, modernes System" vorliege und die Sicherheitsvorkehrungen hoch seien. Üblicherweise würden Schmuck, Wertgegenstände oder Dokumente deponiert.

Zu den Ersten, denen das Fehlen von Habseligkeiten aufgefallen war, gehörte laut "Kurier" am Mittwochabend ein Unternehmer aus dem Bezirk Mödling. Der Mann wollte in der Bank in der niederösterreichischen Bezirkshauptstadt Münzen in den Banksafe legen. "Ich habe das Schließfach angefordert, wie immer. Aber es war leer", wurde er zitiert.

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Kommentare (12)
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Isidor9
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Wir sind die Lachnummer

Weltweit lacht man über uns. Ein paar laptops unter dem Arm und schon geht's ans Einsammeln des Schwarzgeldes, der Goldmünzen und Goldbarren. Vom Schmuck ganz zu schweigen. Die Ostingenieure sind eben top. Unsere( " Sicherheits"techniker) flop.

hansi01
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Industrie 4.0

Noch nie war es so leicht die Banktresore zu öffnen.
Hoch lebe der alte Tresorschlüssel.

niederkofler
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Ohne Gewalt

Eine gewaltlose, technische Meisterleistung - und nein, ich heiße das nicht gut, aber nachdem mehrere Banken mit von einander unabhängigen Sicherheitssystemen geschützt sind - Hut ab .

SeCCi
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Daniel

Ocean?

;)

elloco1970
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Austria 11......

Wäre interessant zu wissen ob es sich um gewöhnliche Schließfächer oder um Safes handelt!! Den erste eignen sich nicht für die Aufbewahrung von Wertgegenständen!!! Und sorry aber das Wissen die Kunden....und da wären wir wieder bei möglichen thema „Geiz ist Geil“ , denn ein Safe kostet etwas mehr als ein Schließfach.....50 % Eigenschuld der besitzer sollten Sie tatsächlich Wertgegenstände dort aufbewahrt haben!!!

mobile49
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ob da die sicherheitsfirma

in falschen händen ist ?
wer installierte die sicherheitsvorkehrungen ? war es wie üblich die " billigste " firma ?
hat man einer einzigen firma den gesamten auftrag gegeben ?
aber diese fragen werden sich die kriminalisten ohnehin stellen

tenke
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Kriminalfall

Cold Case wird's wohl keiner werden, sofern nicht auch noch die Kameras ausgeschaltet wurden.
Was nicht wirklich klar ist - haben die Diebstähle tagsüber (während der Öffnungszeiten) statt gefunden?? Wie sollen sie sonst auch nur annähernd in den Tresorraum gekommen sein?!

elloco1970
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Bin schon gespannt...

Safes von Banken sind mehrfach gesichert.....normalerweise ein Ding der Unmöglichkeit diese zu knacken!!!

SANDOKAN13
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Ohne Mitwirkung

von Angestellten unmöglich.

elloco1970
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?????

Glaub ich nicht da unterschiedliche Banken betroffen waren.....heißer Tipp die Sicherheitsfirma oder ein perfekter Cyber IT Einbruch...was natürlich eine Schande für die Bankbranche wäre

Mezgolits
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"Ich habe das Schließfach angefordert, wie immer. Aber es war leer", wurde er zitiert.

Vielen Dank - ich meine: Mit Unternehmensbeteiligungen an erfolgreichen Unternehmen,
hätte der Unternehmer, sein Vermögen, auch ohne Bankschließfach, vermehren können.

elloco1970
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Sorry...

Schwachsinnige Aussage......