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In Wien Nach Kirchenrandalen: Islam-Lehrer sollen über Meinungsfreiheit reden

Neuer Leitfaden der Islamischen Glaubensgemeinschaft mit Schwerpunkt auf Meinungs- und Religionsfreiheit.

RUND 30 JUGENDLICHE RANDALIERTEN IN WIENER KIRCHE
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Wenige Tage vor dem Anschlag eines IS-Sympathisanten in Wien haben vergangene Woche über 30 muslimische Jugendliche in einer Kirche in Wien-Favoriten randaliert und "Allahu akbar" gerufen. Das Schulamt der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) hat als Reaktion laut einem Bericht der "Salzburger Nachrichten" (Donnerstagausgabe) am Mittwoch einen aktuellen Leitfaden an ihre Religionslehrer verschickt, um im Unterricht die Themen Meinungs- und Religionsfreiheit zu vertiefen.

Auslöser für die Randale in der Kirche soll nämlich die Debatte über Mohammed-Karikaturen und Meinungsfreiheit nach der Enthauptung des französischen Geschichtslehrers Samuel Paty gewesen sein. Der Lehrer hatte seinen Schülern Meinungsfreiheit anhand der Karikaturen demonstriert. Präsident Emanuel Macron hatte danach die Veröffentlichung von Karikaturen verteidigt, in zahlreichen muslimischen Ländern kam es daraufhin zu Protesten. Keine zwei Wochen später starben bei einer Messerattacke durch einen Islamisten in einer Kirche in Nizza drei Menschen.

Redebedarf

"Für uns war klar, dass es nach den Attentaten in Frankreich und den Randalen in Favoriten wieder viel Redebedarf geben wird", wird Schulamtsleiterin Carla Amina Baghajati in dem Bericht zitiert. Nun sei auch noch der Terrorakt in der Wiener Innenstadt dazugekommen.

Man versuche ausgehend von Fragen der Schüler deren theologischen Kompetenzen zu stärken. So soll vermittelt werden, dass es ein Verbrechen und gotteslästerlich sei, Leben zu zerstören und dazu "Allahu akbar zu rufen" und dass kein Mensch den Propheten verspotten könne. Thema soll auch die "Bedeutung des demokratischen säkularen Rechtsstaats" für die Bewahrung des sozialen und religiösen Friedens und individueller Freiheitsrechte sein und dass "Religionsfreiheit und Freiheit der Rede und der Kunst nicht gegeneinander ausgespielt werden sollen, da sie nicht voneinander zu trennen sind". Das soll den Schülern auch als Rüstzeug für anderslautende Debatten in Sozialen Medien dienen.

Kommentare (7)
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BachHendl
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Die unendliche Geschichte mit dem Islam und dessen Toleranz, die er postuliert und der Widerlegung in der Praxis und Realität?! Wenn wir meinen, dass der Islam Teil Europas sei, dann müssen wir zuerst einmal definieren, was der Islam überhaupt ist – welcher Islam gemeint ist – und ob ihre Institutionen rein theologischer Natur sind, oder ob sie geopolitischen Interessen vorgeschoben sind.

Ein Islam, wie er in vielen arabischen Ländern definiert und praktiziert wird – als Gottesstaat mit seiner Scharia – hat in in Europa wohl längst nichts verloren. Ähnlich verhält es sich auch mit der Türkei, die den Islam ja schon längst als unantastbares Regulativ eines zur Pseudodemokratie verkommenen Staates vorgeschoben hat, damit Erdogan dahinter seine Machtinteressen umsetzen kann.

Wenn nun just aus diesen Ländern viel Geld – und nicht nur das – auch das Personal kommt, um das „Wort des Propheten“ zu verkünden, zu lehren – um nicht zu sagen einzutrichtern, dann sollte dies wohl etwas zur Vorsicht gemahnen, denn nur allzu oft verbergen sich hinter siebensüßem schafpelzigem Lächeln, die Reißzähne grauer Wölfe.
Tatsächlich erstehen ja hier bei uns in Europa überall zum Teil die prunkvollsten Moscheen – und mit ihnen die Geistes-Botschafter ihrer Finanziers aus den Mutterländern – und was dieser Erdogan schon so oft hier bei uns seinen Schäfchen predigte, sollten wir ernst nehmen – nämlich sich ja nicht zu assimilieren. Und das ist wohl nichts anderes, als ein unverblümter Aufruf zu einer Parallelgesellschaft.

Hier beheimatete ?europäische? Glaubensgemeinschaften, müssten sich zuvorderst einmal intern mit diesem Status quo auseinandersetzen, damit wir wiederum einmal erkennen können, mit WEM wir es hier überhaupt zu tun haben?!

logon 1
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..jetzt schon?

..jahrelang etwas versäumt.

FRED4712
2
19
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es war /ist also amtsbekannt,

dass in dieser moschee buben radikalisiert werden....schon mal jemand auf die idee gekommen, dieses haus zu schliessen und die prediger abzuschieben? wie lange wollen wir uns noch "ärgern" lassen? und das ganze mit unseren steuergeldern, da kaum anzunehmen ist, dass irgendeiner von diesen leuten arbeitet und steuern zahlt...

Mezgolits
7
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Nach Kirchenrandalen: Islam-Lehrer sollen über Meinungsfreiheit

reden - Vielen Dank - ich meine: Das ist auch der Preis für die schwarz/tür-
kisen Islamisten-Ansiedlungen. Erfinder und Erstantragsteller Mezgolits

PiJo
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Islam-Lehrer sollen über Meinungsfreiheit reden

Nicht "sollen " sondern müssen verpflichtend und kontrollierbar über Meinungsfreiheit und unsere Kultur in Österreich und unsere Weltanschauung referieren und nicht nur reden.

erstdenkendannsprechen
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11
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und genau hier zeigt sich wieder, wie wichtig der religionsunterricht an öffentlichen schulen ist!

das ist der EINZIGE ort, an dem man beeinflussen/einblicken kann, wie religion gelehrt wird.

logon 1
1
7
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Früh draufgekommen nach den Toten in Europa!

Wir gratulieren zur frühen Erkenntnis!