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Delikt Folge 7"Mir san quitt" – Der letzte Tod durch den Strang

"I hob sechs Menschen umbracht – jetzt bringt's ihr mi um. Mir san quitt." mit diesen Worten tritt Franz Löcker am 14. Juli 1949 den Weg zum Galgen im Grazer Straflandesgericht an. Er ist der letzte in der Steiermark zum Tode verurteilte Verbrecher.

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"Der Angeklagte Franz Löcker wird wegen meuchlerischen Raubmordes in sechs Fällen, wegen zweifachen Mordversuches und versuchten und vollbrachten Raubes zum Tode durch den Strang verurteilt." Selbst nach dieser Verkündung vergeht dem 35-jährigen Franz Gelegenheitsarbeiter aus Premstätten bei Vasoldsberg das Lachen nicht. Reue, so scheint es, kennt der Serienmörder nicht.

Die Brutalität Löckers zeigt sich bereits in seiner Jugend: Mit 15 Jahren erschlägt er seinen Cousin im Zorn. Kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs beginnt eine Serie brutaler Raubmorde. Trotz der geografischen Nähe der Tatorte erkennt die Polizei vorerst keinen Zusammenhang, es mangelt an der nötigen Infrastruktur, in einem Fall dachte man überhaupt erst an eine Familientragödie. Insgesamt sieben Menschen fielen Franz Löcker schließlich zum Opfer – bis ihm die Kontrolle bei einer Zugfahrt zum Verhängnis wird. Zwar gelang ihm durch einen Sprung aus dem fahrenden Zug noch die Flucht, doch diese sollte nicht lange dauern. Drei Gendarmen schwangen sich auf ihre Fahrräder und verhafteten Löcker in einem Heustadel.

Kriminalreporter und Autor Hans Breitegger spricht in Folge 7 von "delikt" mit David Knes über den spektakulären Kriminalfall Franz Löcker, die Ermittlungen und den Prozess, der bis heute als Lehrbeispiel für Jurastudenten in Graz dient.

Alle weitere Folgen von "delikt" finden Sie hier.   

 

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