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Kritik an Heeres-Plänen"Für Hochwasser und Katastrophen ist die Feuerwehr zuständig"

Offiziersgesellschaft hält wenig von den Plänen für die Neuausrichtung des Bundesheeres. Militärexperte sieht Eingeständnis, dass sich Österreich nicht selbst verteidigen kann. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner rudert zurück.

Ministerin Klaudia Tanner beim Truppenbesuch © APA/MAJEWSKI
 

Der Sturm der Entrüstung hatte es in sich. Schließlich musste Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) sogar zum "Rapport" bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen, dem Oberbefehlshaber des Österreichischen Bundesheeres. Ein Expertengremium hatte für Tanner weitreichende Umstrukturierungen ausgearbeitet und in einem Hintergrundgespräch präsentiert. Demnach wird die militärische Landesverteidigung, wie von der Kleinen Zeitung ausführlich berichtet, auf ein Minimum zurückgefahren – das Bundesheer soll sich künftig auf Cyber-Abwehr, Katastrophenschutz und Assistenzleistungen konzentrieren.

Kommentare (9)

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GordonKelz
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Man weiß seht genau....

...dass diese Kräfte oftmals an ihre Grenzen stoßen und nichts gegen eine zusätzliche Hilfe hätten! Wird man bei uns noch darüber streiten, wer für welche Katastrophen zuständig ist....wohl nichts leichter als das!
Gordon Kelz

scionescio
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"Eingeständnis, dass es unter diesen Umständen nicht möglich ist, Österreich territorial zu verteidigen“. Das sei auch in den letzten Jahrzehnten de facto nicht möglich gewesen. „In Wirklichkeit hat man sich immer darauf verlassen, dass doch die Nato eingreifen wird“

Damit ist alles gesagt - weg mit der sauteuren Showtruppe, die hauptsächlich dazu dient, unseren Unmengen an Generalstäblern für ihre Sandkastenspiele zu dienen und unserer Jugend sinnlos Zeit zu stehlen (und dabei die Leber massiv gefährdet!).
Her mit einer ehrlichen und tabulosen Debatte, ob wir weiter Trittbrettfahrer sein wollen und uns auf den Goodwill der Nato verlassen wollen, ob wir uns nicht ein kleines und feines Heer mit klar umrissenen Aufgaben und dafür passendem Gerät für Katastrophenschutz, Terrorismusabwehr, etc. leisten wollen oder ob wir uns das auch ersparen und diese Aufgaben zwischen Polizei und Feuerwehr verteilen wollen ... alles besser, als die sauteure, sinnlose und scheinheilige Lösung jetzt.

umo10
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Für Katastrophen sind alle Hände zuständig

Bullshit, alles kann die Feuerwehr auch nicht! Es sind ja meist Freiwillige:-o und gar nicht ausgerüstet für das Große?!?

Zwiepack
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Stimmt

aber die Feuerwehr braucht auch keine "Puff'n". Da reichen im Katastrophenfall Schaufel und Gerät.
BH umwandeln in ein bestens ausgerüstetes Technisches Hilfswerk, Cyberabwehr, teilweise einfache Bewaffnung für Objektschutz, fertig - kostet die Hälfte wie bisher und bringt viel mehr!

Balrog206
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Nicht

Vergessen das die Feuerwehr außer in Städten ein FF ist !!!

hofwald
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Hochwasser u. Kat. Schutz

Die Feuerwehr ist für den Erst Schutz und für die Erste und Schnelle Hilfe zuständig.
Für den längeren Einsatz kann die Freiwillige Hilfe der Feuerwehr nicht zuständig sein. Das Bundesheer hat das Personal und auch entsprechende Gerätschaft für den Kat. Einsatz. Das Heer wird vom Volk finanziert und ist daher auch für den Schutz und Hilfe der Bevölkerung, nicht nur im Kriegsfall, zuständig.

Ragnar Lodbrok
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Österreich ist zu einem

ein funktionierendes Bundesheer verpflichtet. Stichwort Neutralitätsvertrag. Unsere Freiheit muss uns etwas wert sein. Wenn man bedenkt, daß wir jedes Jahr auf 2 Milliarden an Steuern aus Stiftungen der Superreichen verzichten - Danke ÖVP...

swordfish
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Gratulation Frau Tanner!

Endlich kommt mal eine richtig konstruktive Idee aus diesem Ministerium, den Geldvernichtungsapparat "Bundesheer" zu reformieren und sinnvoll einzusetzen. Österreich war noch nie in der Lage sich selbst zu verteidigen, egal wieviel Geld dieses Fass ohne Boden verschluckt! Doch leider kommen bei so einem Thema die anderen Parteien immer mit der Wahrung des Staatsvertrages, womit man halt bei einer großen Schicht an Patrioten punktet. Und wie man sieht ist dieses Thema noch immer so heikel, dass sich nicht einmal der Herr BP darüber traut, dieses "Theater" zu beenden, oder zumindest auf ein moderates Maß einzugrenzen

pescador
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"nicht möglich, Österreich territorial zu verteidigen“

So sehe ich das auch. Im Ernstfall ist es tatsächlich unrealistisch Österreich ernsthaft zu verteidigen. Die Frage ist, ist es wirklich sinnvoll für eine Alibi-Verteidigung, damit der verfassungsmäßige Verteidigungsauftrag am Papier erfüllt wird, so viel Geld auszugeben. Zumindest sollten andere Optionen der Landesverteidigung geprüft werden.