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WienMassenschlägerei mit zehn Verletzten

Eine Gruppe junger Männer ging auf einen Mann mit einer körperlich-geistigen Behinderung los.

THEMENBILD:  FOTOTERMIN POLIZEIAUSBILDUNG / EINSATZTRAINING / HANDSCHELLEN
© (c) APA/BARBARA GINDL
 

Bei einer Massenschlägerei in Wien-Leopoldstadt sind am Samstag zehn Personen verletzt worden, zwei davon schwer. Auslöser dürfte gewesen sein, dass eine Gruppe von mehreren Männern einen 26-Jährigen wegen einer körperlich-geistigen Behinderung beleidigt und geschubst hatte. Zwei weitere Männer wollten zu Hilfe kommen und wurden attackiert. Auch ein einschreitender Polizist wurde verletzt.

Die Rauferei eskalierte gegen 6.30 Uhr auf der Salztorbrücke über den Donaukanal, erläuterte Polizeisprecher Paul Eidenberger. Der 26-Jährige hatte sich zuvor von der größeren Gruppe, die ihn gestoßen und beleidigt hatte, entfernt und beobachtet, dass nun zwei Männer in einen Kampf mit der Gruppe verwickelt waren. Daraufhin rief der Mann die Polizei.

Polizist bekam Faustschlag ins Gesicht

Als die Polizei eintraf, mussten die Beamten eine Vierergruppe von dem Duo trennen. Einer der beiden Männer, die zuvor dem 26-Jährigen helfen wollten, schlug einem Polizisten mit der Faust ins Gesicht. Er wurde festgenommen, behauptete aber laut Eidenberger, das Gegenüber nicht als Polizisten wahrgenommen zu haben und dass er keinen Beamten angreifen wollte.

"Während der Amtshandlung ergriff ein Mitglied der Vierergruppe plötzlich eine Glasflasche und ging auf die Zweiergruppe los", berichtete Eidenberger. Dieser Angriff wurde von den Polizisten unterbunden. Aufgrund von Zeugenaussagen und herumliegender Scherben war jedoch laut Eidenberger davon auszugehen, dass bereits vorher Glasflaschen als Waffen verwendet worden waren.

Während der Rettungsdienst die Verletzten - inklusive dem Beamten - versorgte, wurden von Polizisten am Treppelweg des Donaukanals drei weitere Verletzte entdeckt. Sie dürften ebenfalls an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein und zu der Gruppe gehören, die den 26-Jährigen gestoßen und beleidigt hatte. Alle neun an der Rauferei beteiligten Personen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren sowie der Polizist wurden verletzt. Einer der Männer wurde mit einem Schädel-Hirn-Trauma im Spital behandelt, ein weiterer wegen eines Jochbeinbruchs.

Die Befragungen gestalteten sich laut Polizei aufgrund sprachlicher Barrieren schwierig. Die Männer der größeren Gruppe stammten aus Somalia und Äthiopien. Bei dem Duo stammte der Festgenommene aus Syrien, die Nationalität des zweiten Mannes war noch nicht genau geklärt. Der 26-jährige Österreicher gab jedenfalls an, dass ihn das Duo nach den Beleidigungen verteidigen wollte. Auch der Syrer sagte aus, er sei dem 26-Jährigen zu Hilfe gekommen.

An dem Einsatz waren Besatzungen von insgesamt 13 Funkstreifenwagen beteiligt, erläuterte Eidenberger. Von der Wiener Berufsrettung waren fünf Teams an Ort und Stelle, sagte Pressesprecherin Corina Had auf APA-Nachfrage. Nach Beendigung der Amtshandlungen und dem Abtransport der Verletzten wurde die Straßenreinigung der MA 48 hinzugezogen, um Glasscherben und Blutspuren zu beseitigen.

Kommentare (6)

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Hildegard11
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Die Strafen sind viel zu milde.

Manche verstehen halt nur Knast.

huetteka1
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Hmmm...

Leider nein. Knast ist für die wie ein Orden und noch dazu kommen sie dann da an die "guten" Kontakte zwecks Drogen, Waffen, Menschenhandel usw...

Das EINZIGE was wirklich hilft ist abschieben. So gut wie hier geht es ihnen ja nirgendwo. Vater Staat stellt ja Wohnung, Essen, Taschengeld usw. Die Polizei muss sich beschimpfen und anspucken lassen und falls sie doch mal einem eine mit der Gummiwurst draufbrennen schreien alle gleich Rassismus und Polizeigewalt.

huetteka1
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Und

weiter? Wenn man länger in Wien gelebt hat ist das nichts neues mehr. Sowas passiert mittlerweile täglich (auch mehrmals), die Zeitungen picken sich halt die "besonderen" Fälle heraus. Nicht nur die Bandenkriminalität und die Revierkämpfe haben zugenommen sonder auch die Qualität der Gewalt.

Früher gab es noch die originalen Faustkämpfe wenn man sich wirklich nicht verstanden hat (natürlich auch am Land im Süden) wo meist nicht allzu viel passiert ist. Heute hat man es mit einem bis an die Zähne bewaffneten Klientel zu tun die nicht davor zurückschrecken es auch einzusetzten. Dazu kommt 0 Respekt vor der Polizei/Feuerwehr/Rettung/usw., das gehört anscheinend zur "neuen Normalität".

Und NEIN, falls jetzt wieder einer von den Lustigen kommt, das ist keine Verallgemeinerung gegen irgendwen.

tomtitan
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Wann und wo findet

eine Demo für das Opfer statt?

Mezgolits
2
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Bravo - tommi

Ich meine: Wann und wo Du willst -
falls Du eine organisierst. Erfinder M.

Mezgolits
4
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Wiener Massenschlägerei mit 10 Verletzten

+ Polizist bekam Faustschlag ins Gesicht.
Vielen Dank - das wundert mich nicht =
die sehr geförderten: Gegeneinander-
Kämpfe - sind ruppiger geworden.
Erfinder Mezgolits Draßburg