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TirolNach Felssturz: Neue Straße ab 15. November befahrbar

Die Valser Straße wurde auf einer Länge von 300 Metern nach Süden Richtung Bach verlegt. Die Straße verläuft in diesem Bereich auf einem vier Meter hohen Damm.

Am 24. Dezember 2017 gab es in Vals in Tirol einen riesigen Felssturz © APA/ZEITUNGSFOTO.AT
 

Rund zwei Jahre nach einem gewaltigen Felssturz in Vals in Tirol am 24. Dezember 2017 wird die neue Straße am 15. November für den Verkehr freigegeben. Damit bekomme das Valsertal wieder eine steinschlagsichere Straßenverbindung, sagte der zuständige Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler (ÖVP) am Freitag bei einem Lokalaugenschein.

Keine Provisorien mehr

"Die Arbeiten sind in den letzten Monaten zügig vorangegangen. Die Zeit der Provisorien ist vorbei", so Geisler. Die Valser Straße wurde auf einer Länge von 300 Metern nach Süden Richtung Bach verlegt. Die Straße verläuft in diesem Bereich auf einem vier Meter hohen Damm. "Wir haben Mitte Juli mit dem Straßenbau begonnen. Die Hauptarbeiten sind nach nur vier Monaten Bauzeit abgeschlossen. Die Restarbeiten werden nach der Winterpause bis Ende Mai vollendet", erklärte Christian Molzer, Vorstand der Abteilung Verkehr und Straße. Die Baukosten für die Straßenverlegung betragen 1,15 Millionen Euro.

Das nach dem Felssturz präsentierte Schutzkonzept konnte nach Einsprüchen erst heuer in die Tat umgesetzt werden. Neben dem Bau der Straße beinhaltet es die Verstärkung bestehender Schutznetze sowie den Bau von zwei Dämmen zum Schutz der steinschlaggefährdeten Häuser. "Auch der Lawinenschutz wurde durch die Maßnahmen erhöht", ergänzte Landeshauptmannstellvertreter Geisler.

130.000 Kubikmeter Gestein abgebrochen

Seit dem Felssturz werde das Gelände, von dem 130.000 Kubikmeter Gestein abgebrochen sind, zudem permanent überwacht. Die Bewegungsraten im Gelände seien unauffällig, Veränderungen der Klüfte nicht feststellbar.

Der Felssturz hatte die Landesstraße im Valsertal am Heiligen Abend bis zu zehn Meter hoch und 150 Meter breit verschüttet. Personen kamen nicht zu Schaden, allerdings wurden mehrere Weiler der Gemeinde Vals von der Außenwelt abgeschnitten. Rund 150 Dorfbewohner waren bis zur Öffnung eines Notweges eingeschlossen. Zudem mussten zahlreiche Häuser in der Gefahrenzone evakuiert werden. Nur wenige Minuten vor dem Felssturz hatten mehrere Kinder die Stelle auf dem Rückweg von der Christmette passiert.

 

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