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Europas Most WantedÖsterreicherin unter den meist gesuchten Verbrechern

Europol präsentiert die neue Liste der zur Fahndung oder Verhaftung Ausgeschriebenen. Unter dem Motto "Crime has no gender" wurden diesmal viele Frauen aufgenommen.

© Bundeskriminalamt
 

Das Bundeskriminalamt (BK) beteiligt sich an der europäischen Kampagne des Zielfahndungsnetzwerkes ENFAST und Europol "EU Most Wanted – Crime has no gender". 22 europäische Zielfahndungs-Teams präsentieren ab 18.Oktober 2019 jeweils einen weiblich gesuchten Tatverdächtigen auf der Europol-Homepage und bitten um Hinweise aus der Bevölkerung.

Die neue Kampagne hat den Schwerpunkt, flüchtige weibliche Straftäter mit Hilfe der Bevölkerung zu finden. Von 18. bis 31. Oktober 2019 werden auf der Internetseite Europe’s Most Wanted Fugitives, mit Masken versehene weibliche Straftäter veröffentlicht, deren Gesichter schrittweise nach einigen Klicks entlarvt und dann klar dargestellt werden. Ziel dieser neuen Kampagne ist die Bevölkerung unter dem Motto "Crime has no gender" auf die Fahndungsseite der Zielfahndungseinheiten - hostet by Europol - aufmerksam zu machen und aktiv an den Fahndungen nach den europäischen "Most Wanted Personen" mitzuwirken. Männer dominieren zwar laut Statistik die Kriminalität, die Anzahl der weiblichen Straftäterinnen erhöht sich aber stetig.

Gesuchte Österreicherin

Nach Tibor Foco und Friedrich Felzmann hat Österreich nun eine dritte meistgesuchte Person der Polizei ("Most Wanted"). Es handelt sich dabei um Elisabeth Gertrude Skarits, geborene Zehetner. Die 63-jährige Wienerin ist österreichische Staatsbürgerin und etwa 175 Zentimeter groß.

Laut Bundeskriminalamt steht sie im Verdacht, von 2005 bis 2008 als Geschäftsführerin einer Liegenschaftsverwaltung in mindestens zwölf Fällen Immobilien- und Mietbetrügereien zum Nachteil von Firmen und Privatpersonen mit einem Gesamtschaden von rund 4,2 Millionen Euro begangen zu haben. Der letzte bekannte Aufenthaltsort von Frau Skarits war von Juni bis August 2011 in einem Hotel in Klosterneuburg.

Jährlich eine Medienkampagne

Jährlich startet das europäische Zielfahndungsnetzwerk ENFAST (European Network of Fugitive Active Search Teams) mit Unterstützung von Europol eine koordinierte Medienkampagne, bei der die Mithilfe der Bevölkerung gefragt ist. Die vergangenen Kampagnen zeigten wie wichtig die Einbindung der Öffentlichkeit ist, Hinweise aus der Bevölkerung haben sich als unerlässlich und wichtig erwiesen. Seit Januar 2016 ist die EU Fahndungsseite online und konnten seitdem 69 Gefahndete verhaftet werden. An der europäischen Fahndungsseite beteiligen sich 25 Länder mit jeweils zwei Beiträgen, bis heute wurden mehr als 200 Fahndungen online gestellt.

Zielfahnder am Werk

Im Bundeskriminalamt Österreich wurde 2003 eine eigene Zielfahndungseinheit eingerichtet und ist diese international als FAST-Austria tätig. Seit Gründung konnten die Fahnder weltweit 236 Zielpersonen festnehmen. Zielfahndung ist die modernste Form der internationalen Personenfahndung. Die örtlich zuständige Kriminalpolizei oder eingesetzten Sonderkommissionen können Tatverdächtige meist namentlich ausforschen, entziehen sich diese aber immer wieder durch Flucht in das Ausland der österreichischen Strafjustiz. Häufig verwenden die Flüchtigen auch Aliasnamen oder falsche bzw. gefälschte Ausweise, um die Fahndung nach Ihnen zusätzlich zu erschweren. In solchen Fällen kommen dann die BK Zielfahnder zum Einsatz und übernehmen die internationale Fahndung, ihr Einsatzgebiet kann sich über die gesamte Welt erstrecken.

Hinweise zum Aufenthalt der gefahndeten Personen auf der EUMW Homepage können direkt von der Seite per Email – natürlich auch anonym – oder telefonisch an das Bundeskriminalamt  01/24836 985025 mitgeteilt werden.

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