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Migrant mit MesserBluttat auf Linzer Spielplatz: Mordprozess naht

16-jähriger Afghane soll 19-jährigen Landsmann mit Messer getötet haben. Anklage spricht von wuchtigem Stich in den Brustkorb und Tritten und Schlägen gegen Kopf und Hals.

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Sujetbild © (c) APA/RUBRA (RUBRA)
 

Ein mittlerweile 17-jähriger Afghane, der vor knapp einem Jahr auf einem Linzer Spielplatz einen 19-jährigen Landsmann erstochen haben soll, muss sich ab 27. September vor dem Landesgericht Linz wegen Mordes verantworten. Das teilte das Gericht am Mittwoch mit. Ein Urteil dürfte dann im November gesprochen werden.

Laut Anklage sollen der damals 16-Jährige und der 19-Jährige am 24. September 2018 bereits in der Früh aneinandergeraten sein. Am späten Nachmittag soll der Jüngere dann den Älteren, ohne von ihm vorher angegriffen worden zu sein, mit einem Keramikmesser mit 20 Zentimeter langer Klinge attackiert haben. Er habe seinem Opfer einen wuchtigen Stich in den Brustkorb und Tritte und Schläge gegen Kopf und Hals versetzt, so die Staatsanwaltschaft. Der 19-Jährige erlitt einen Durchstich der Hauptschlagader und verblutete.

Der Angeklagte, der ebenfalls einige frische Verletzungen aufwies, dürfte zum Tatzeitpunkt unter Cannabis-Einfluss gestanden sein. Eine tiefgreifende Bewusstseinsstörung wurde von der psychiatrischen Sachverständigen aber ebenso wenig diagnostiziert wie eine vom Verteidiger in den Raum gestellte verzögerte Reife. Auch das Opfer, das einem kurz nach der Tat ausgehobenen Drogenring angehört haben dürfe, hatte zum Todeszeitpunkt Suchtgift intus.

Der Prozess wird nach dem Start am 27. September am 26. und 27. November fortgesetzt. Erst dann ist ein Urteil zu erwarten. Dem Beschuldigten drohen ein bis 15 Jahre Freiheitsstrafe.