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VorarlbergMasern: Volksschule bleibt vorerst geschlossen

Die betroffene Volksschule in Göfis (Bez. Feldkirch) wurde geschlossen und wird derzeit desinfiziert. Bis auf die Direktorin sei keine der Lehrpersonen nachweislich geimpft, für diese gelte eine 18-tägige Quarantäne, so die Vorarlberger Gesundheitsbehörden.

Sujetbild © APA/HARALD SCHNEIDER
 

Der Fall eines an Masern erkrankten Volksschulkinds beschäftigt weiter die Vorarlberger Landessanitätsdirektion. Die betroffene Volksschule in Göfis (Bez. Feldkirch) wurde geschlossen und wird derzeit desinfiziert. Bis auf die Direktorin sei keine der Lehrpersonen nachweislich geimpft, für diese gelte eine 18-tägige Quarantäne, so die Vorarlberger Gesundheitsbehörden.

Für die Eltern der Schulkinder gab es am Donnerstag einen Informationsabend. Bisher wisse man nicht, wie sich das Kind angesteckt habe, das werde noch erhoben, erklärte Grabher. Derzeit werde der gesamte Kreis an Kontaktpersonen auf seinen Impfstatus überprüft, laut Grabher "Hunderte Personen". Dazu zählten neben der Schule auch Freunde und Fußballklub sowie die ärztliche Ordination, in der das Kind behandelt wurde. Geschützt sei man bei zweimaliger Impfung oder bei Nachweis von Antikörpern im Blut.

Könnten das die Lehrer nicht nachweisen, müssen sie per Bescheid der Bezirkshauptmannschaft vorerst für 18 Tage zuhause bleiben, informierten Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher und Landesrat Christian Bernhard (ÖVP). Ob die Schule daher die gesamte Zeit der Quarantäne geschlossen bleiben werde, stehe noch nicht fest. In Diskussion stehe derzeit, ob der Betrieb nach den Osterferien mit Ersatzlehrern wieder aufgenommen werden könne. Für Lehrpersonen bestehe keine Impfpflicht, wohl aber die "Notwendigkeit" dazu, so der Landessanitätsdirektor.

Die Gefahren einer Masernerkrankung würden vernachlässigt, schließlich komme es bei 20 bis 30 Prozent der Patienten zu Komplikationen wie Mittelohr- und Lungen- oder gar Gehirnhautentzündungen. "Eins von 1.000 Kindern stirbt auch in unseren Breiten mit guter medizinischer Versorgung", betonte Grabher.

Die Forderung einer Impfpflicht sei "natürlich zu diskutieren", das fordere ja inzwischen auch die Ärztekammer, so Gesundheitslandesrat Bernhard. Medizinisch gesehen sei eine Impfung "das einzig Richtige und Vernünftige". Andererseits bestehe das Recht auf Selbstbestimmung und er sei bei Anlassgesetzgebung zurückhaltend. "Wenn sich der zuständige Bundesgesetzgeber aber dazu entscheiden möchte, eine Impfpflicht in Österreich einzuführen, dann wird das Land Vorarlberg da sicher keine Einwände erheben", erklärte er.

 

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