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Bildungsforscher warnt"Die AHS-Matura allein ist eine Sackgasse"

Ferdinand Eder, Mitautor des neuen Bildungsberichts, spricht über voreingenommene Lehrer, abgehängte Schüler und die Angst der Politik vor der Forschung.

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© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Die Ungleichheit zwischen Schülern spricht der nun  präsentierte Bildungsbericht besonders oft an.
FERDINAND EDER: Diese Ungleichheit ist für mich eines der größten Probleme im österreichischen Bildungssystem. Kinder aus bildungsferneren Haushalten bekommen beim Lernen sehr oft weniger Unterstützung von daheim. Diese Kinder werden auch eher in die Neue Mittelschule als ins Gymnasium geschickt, selbst wenn sie die gleiche Leistungsfähigkeit haben wie Schüler, deren Eltern Akademiker sind.

Kommentare (15)

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risa
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Falten Zitronenfalter Zitronen?

Es war schon ein katastrophales sprachliches Bild, das Ferdinand Eder, Mitautor des „Bildungsberichts“ und Lehrbeauftragter an der UNI Salzburg, in einem Interview in der „Kleinen Zeitung“ vom 28.03.2019 geboten hat. Verwundert muss man dem gegenüberstellen, dass Bildung nie eine Sackgasse ist und sich Österreich als Technologiestandort westeuropäischen Zuschnitts Nicht-Bildung nicht leisten kann und darf. Der polemische Ansatz des Bildungsforschers ignoriert die Tatsache, dass das österreichische Schulsystem differenziert und durchlässig aufgestellt ist und über eine breite Angebotspalette das Aneignen von Bildung in unterschiedlichen Geschwindigkeiten inkl. Systemwechsel ermöglicht. Dass Berufsbildende Höhere Schulen (BHS) per Definition auch auf einen beruflichen Einstieg vorbereiten, während als Ziel der Allgemeinbildenden Höheren Schule (AHS) in der Grundsteinlegung eines weiterführenden Hochschul- bzw. Universitätsstudiums gesetzt ist, liegt in der Natur der Sache. Mit Weltwissen breit aufgestellt, selbstkompetent, lernbereit, kritisch denkend und flexibel kann jedoch der heutigen Jugend im globalen Wettbewerb – ohne hier Garantien abgeben zu wollen – weniger passieren. Bemerkenswert, dass ein Bildungsforscher diese Sachverhalte (noch) nicht erkannt hat ...

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Als Berufsmaturant kann man nur

Bundeskanzler werden. Erstens muss man nicht viel sagen, zweitens hat man in der Koalition mit Strache eh nix zu sagen und drittens wird einem eh alles von den Einflüsterern und externen Beratern in den Mund gelegt.

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BernddasBrot
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Im traditionellem Sinne

war und ist Bildung restriktiv. Bildungssackgassen wurden hinzugefügt ( z.b. Handelsschulen oder solche mit sportlichem Schwerpunkt ) , um von der Thematik abzulenken. Historisch war die AHS Matura für das Bildungsbürgertum und früher dem Adel zugedacht , als Sprungbrett für das Herrschaftswissen (M.Weber )......Jus, Wirtschaftswissen. Neuerdings wurde die AHS Matura entwertet , zumal die Unis ohnehin Aufnahmsprüfungen eingeführt haben . Vorbereitungskurse für das Medizinstudium kosten , wer es nicht auf Anhieb schafft beginnt bei einer Privat - Uni, kann ab dem 3. Semester dann wechseln.....das restriktive Element wurde beibehalten , pecunia non olet.......

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Mein Graz
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Das ist allgemein bekannt.

Mit der AHS-Matura fangt man gar nix an - außer man geht in die Politik (wofür die Matura aber nicht nötig ist) oder in den öffentlichen Dienst.

Weiß man, dass man studieren will ist die AHS-Matura ausreichend, und als Grundlage für eine Lehre bestens.

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romagnolo
11
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Schon wieder ein "Experte".

AHS Matura war immer der Abschluss einer schulischen Ausbildung und keine Sackgasse. Nachher stehen alle Wege offen (Lehre, Studium etc.)

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cockpit
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es steht auch explizit: AHS-Matura "allein"

!

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Mein Graz
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@romagnolo

Mit der AHS-Matura hast zwar einen Abschluss aber fast keine Möglichkeiten direkt in einen Beruf einzusteigen. Man muss IMMER eine weiterführende Ausbildung machen!

Ganz im Gegensatz zur BHS-Matura, wo du viele Berufschancen hast!

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romagnolo
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Hab ich auch nicht behauptet.

AHS Matura ist ein schulischer Abschluss.Die Ausbildungswege sind dann aber vielfältig. Das Vorurteil, dass alle studieren gehen müssen, hält sich zwar hartnäckig, z.B. die Zahl der Lehrlinge nach AHS Matura steigt ständig( und es sind nicht die Schlechtesten).

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Mein Graz
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@romagnolo

Du wiederholst genau das, was der Experte sagt.
Aus welchem Grund kritisierst du den Mann also?

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levis555
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Da soll es eine zeit gegeben haben, wo man mit der AHS-Matura (so wie auch allen anderen )

ohne weitere Prüfungen sogar Fächer wie Medizin studieren konnte. Mittlerweile braucht es für die meisten Fächer, Fachhochschulen sowieso, auch extra Prüfungen, Assessments, Motivationsschreiben usw. , damit man für ein Studium aufgenommen wird. Der Wert der (insbesondere) AHS Matura ist dramatisch im Sinken begriffen. Da sieht es bei den berufsbildenden höheren Schulen noch einigermaßen besser aus.

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Die Matura selbst ist hinfällig, obsolet!

Wer 8 Jahre AHS erfolgreich geschafft hat, hat bewiesen, daß er lernen kann und über eine gewisse Allgemeinbildung verfügt. Bei fast allen Studienrichtungen gibt es inzwischen Aufnahmetests. Ich kann mit Auszeichnung und lauter "Sehr gut" maturieren - alles hinfällig wenn ich den Aufnahmetest nicht schaffe. Wozu also???

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henslgretl
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Das ist

aber keine neue Erkenntnis, dass man mit der reinen AHS Matura in der Sackgasse ist.

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Feja
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Sackgasse AHS Matura

Es sei denn man will Kanzler oder Minister in Österreich werden.
Dafür braucht man anscheinend ansonsten keinerlei Qualifikationen.

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Kanzler oder Minister?

Ja eh, -- aber da gibt es eine Wahl und die Anzahl der Jobs ist überschaubar! -- Wär das übrigens nichts für Sie oder sind Sie dafür überqualifiziert?

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Balrog206
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Feja

Natürlich ist ein zb Physik oder Geologie Studium für Kanzler spielen von großem Vorteil ! Aber auch als Schlosser ist man bestens geeignet, um Gesundheits und Verkehrsminister zu werden !

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