AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Heute Runder TischUrteil nach tödlicher Kuhattacke: Platter drängt auf Versicherungslösung

Die Verunsicherung nach dem Urteil um eine tödliche Kuh-Attacke hält an. Tirols LH Platter: "Niemand soll Gefahr laufen, in seiner Existenz bedroht sein."

© (c) APA/HERBERT PFARRHOFER
 

Nach dem zivilrechtlichen Schadensersatz-Urteil nach einer tödlichen Kuh-Attacke sucht die Tiroler Politik nach Wegen, um Landwirte schadlos zuhalten. Im Vorfeld des Runden Tisches am Mittwoch drängte LH Günther Platter (ÖVP) auf eine Versicherungslösung. Die Grünen hatten zuvor einen Notfallfonds ins Spiel gebracht.

"Wenn die Versicherung aussteigt, plädiere ich für die Einrichtung eines Notfallfonds vonseiten der Landwirtschaftskammer", regte Grünen-LAbg. Georg Kaltschmid an. Der Fonds könne sich etwa aus einem Teil der Mitgliederbeiträge speisen, welche die Landwirtschaftskammer einhebt und als eine Art Ersatz-Versicherung angesehen werden. So wäre kurzfristig die existenzielle Gefahr gebannt und die allgemeine Verunsicherung würde sich wieder etwas legen.

Plädoyer für Landwirte

Für Platter und Agrarreferent, LHStv. Josef Geisler (ebenfalls ÖVP) führt kein Weg an einer Versicherungslösung vorbei. Man habe im Land Tirol bereits Erfahrung mit ähnlichen Versicherungen, verwies Geisler etwa auf die Haftpflichtversicherung des Landes für Sportfunktionäre. Versicherungslösungen gebe es auch für Wegehalter im Tiroler Mountainbikemodell oder für Mitglieder der Lawinenkommissionen.

Einig war man sich jedenfalls darin, dass der betroffene Landwirt im Falle einer Urteilsbestätigung durch die weiteren Instanzen finanziell schadlos gehalten werden müsse. "Niemand, der nach bestem Wissen und Gewissen seine Tiere auf der Alm hält, soll Gefahr laufen, in seiner Existenz bedroht zu sein oder sich gezwungen sehen, das Vieh im Stall zu lassen oder Wege zu sperren", so Platter.

 

Kommentare (7)

Kommentieren
schadstoffarm
15
0
Lesenswert?

Existenzbedrohung

gilt aber nicht nur für die Bauern. Das Opfer hat Existenz bereits verloren.

Antworten
TrailandError
1
15
Lesenswert?

Unkenntniss

Wer sich im freien Almengelände aufhält muss ein Mindestmaß an Hausverstand und Eigenverantwortung für sein handeln mitbringen . Sonst bitte zu Hause bleiben. Vollkasko für Leute ohne Hirn darf es nicht geben !!!!

Antworten
schadstoffarm
5
0
Lesenswert?

wer das Geld der Leute ohne Hirn nimmt

sollte sich nicht über deren fehlendes Gehirn mokieren. Außerdem wird ja für die Bauern Vollkasko gefordert, unterstellst du denen damit Hirnlosigkeit ?

Antworten
kropfrob
3
16
Lesenswert?

Versicherungslösung - ja,...

... aber nicht auf Lasten der Landwirte, sei es durch Versicherungsprämien oder Mitgliedsbeiträge, die für einen Fonds verwendet werden. Sondern getragen durch die Hundebesitzer, über die "Hundesteuer" (die ja von den Gemeinden ohnenin nicht mehr gebraucht wird - siehe Graz). Also: die Hundesteuer entsprechend erhöhen bzw. wieder einführen und dafür verwenden.

Antworten
Ochkatzlschwof
1
23
Lesenswert?

Kuh und Hund

Warum macht man kein Hundeverbot auf Almen ? Warum müssen nun die Bauern was unternehmen die ihre Tiere schon ewig auf die Alm treiben ?

Antworten
Landbomeranze
4
7
Lesenswert?

Weil die diese Politiker Angst vor dem Volkszorn haben und

deshalb auf ein Beruhigungspellerl setzen.

Antworten
Landbomeranze
0
16
Lesenswert?

Und was ist, wenn die Versicherung dann

einen Zaun haben will, weil sie meint ohne Zaun sei die Haltung grob fahrlässig und da zahle sie sicher nicht.

Antworten