AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

TirolRunder Tisch nach Urteil zu tödlicher Kuh-Attacke

Im Vorfeld drängte LH Günther Platter (ÖVP) auf eine Versicherungslösung, während die Grünen einen Notfallfonds ins Spiel brachten.

© APA
 

Die Tiroler Landwirtschaftskammer (LK) lädt am Mittwochvormittag nach dem Zivilurteil zur tödlichen Kuh-Attacke zu einem Runden Tisch, zu dem unter anderem Vertreter der Landesregierung, des Tourismus und des Alpenvereins eingeladen sind. Schon davor suchte die Tiroler Politik als Konsequenz aus dem Schadensersatz-Urteil nach Lösungen für die Landwirte.

Vonseiten der LK hieß es am Montag, dass noch unklar sei, in wie weit und ob die Versicherung überhaupt die Kosten des zu Schadenersatz verurteilten Bauern übernehmen werde. Im Vorfeld drängte LH Günther Platter (ÖVP) auf eine Versicherungslösung, während die Grünen einen Notfallfonds ins Spiel brachten. Vonseiten der Politik herrschte jedoch Einigkeit, dass der betroffene Landwirt im Falle einer Urteilsbestätigung durch die weiteren Instanzen finanziell schadlos gehalten werden müsse.

Zu Tode getrampelt

Am 28. Juli 2014 war eine 45-jährige Deutsche, die mit ihren Hund unterwegs war, von Kühen plötzlich attackiert und zu Tode getrampelt worden. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit erging am vergangenen Donnerstag das Urteil im Zivilprozess. Demnach muss der Bauer dem Witwer und dem Sohn rund 180.000 Euro sowie eine monatliche Rente an die beiden in der Höhe von insgesamt rund 1.500 Euro zahlen.

Der Tiroler ÖVP-Bauernbundobmann und LHStv. Josef Geisler bezeichnete diese Entscheidung als eine Katastrophe für die Alm- und Weidewirtschaft in Tirol. Für Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) war das Urteil nicht nachvollziehbar, eine Urteilsbestätigung würde tiefgreifende Auswirkungen auf die Tiroler Landwirtschaft und auf die gesamte Freizeitnutzung der Tiroler Bergwelt haben. Auch die seit Jahrhunderten praktizierte Form der Almbewirtschaftung stehe auf dem Spiel.

Rund 306.606 Rinder wurden im Jahr 2018 "gealpt", fast 25.000 Betriebe mit Almauftrieb gab es im Vorjahr laut den Zahlen des Landwirtschaftsministeriums in Österreich. Mit rund einem Drittel der Paarhufer sind die meisten davon auf Tiroler Weiden anzutreffen, wie aus den Zahlen der Almwirtschaft Österreich hervorgeht.

Kommentare (6)

Kommentieren
Honig
1
5
Lesenswert?

Kuhatake

Mann sollte sich bewußt sein wie man sich zu verhalten hat wenn man auf der Alm eine Weide überqueren muss! Kühe greifen nicht grundlos an!!! Sie schützen lediglich ihre Herde und Kälber!!
Hunde, egal wie groß, sind Feindbilder der Kühe!!
Finde dieses Urteil sowas von absurt!!
Es ist schlimm einen geliebten Menschen zu verlieren aber das gibt einem nicht das Recht das Leben eines anderen zu zerstören nur weil der verstorbene falsch gehandelt hat!! Hunde haben auf einer Weide nichts verloren!! Ihr Kot kann tötlich für die Kühe sein!! Bin selber Hunde Halter u d würde mich und meinen Hund nie in eine solche Situation bringen!! Das sagt mir schon mein Hausverstand!!

Antworten
schadstoffarm
4
0
Lesenswert?

Urteil ist etwas amerikanisch aber passt

das typisch österreichische "selbst Schuld sskm", "da kann keiner was dafür", "war immer so" ist nicht mehr adäquat.

Antworten
schadstoffarm
5
0
Lesenswert?

Versicherung?

Lebensversicherung für Touristen abzuschließen ist etwas makaber.
Bei so vielen Unfällen muss schleunigst die Ursache behoben werden, entweder Bauern und/oder Tourismus einschränken.

Antworten
Oberwoelzer
8
7
Lesenswert?

Kuh Attacke

Wenn Spaziergänger mit ihren Kötern Abenteuer erleben wollen sollen sie nach Wien fahren und ihre Köter frei laufen lassen und sie in ihrer Abenteurer Lust bei Rot über die Straße gehen .Sie würden sich die Fahrt ersparen und das Almvieh würde Ruhe haben.

Antworten
plolin
4
0
Lesenswert?

Oberwoelzer

Gehörst du auch zu den Typen, die Giftköder auslegen? Das hört sich fast so an. Pfui!

Antworten
minerva
3
5
Lesenswert?

was oberwölzer...

hast gegen hunde???

Antworten