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Nach Mafiamord in WienSchwerverletzter und Zeuge wurden verhaftet

Das 23-jährige Schussopfer ist mittlerweile außer Lebensgefahr - und festgenommen.

SCHÜSSE IN WIENER CITY - EIN TOTER, EIN SCHWERVERLETZTER © (c) APA/GEORG HOCHMUTH
 

Derzeit werden internationale Ermittlungen wegen Verdachts des Mordes und versuchten Mordes nach den Schussabgaben im Bereich Lugeck geführt, berichtet die Wiener Polizei am Sonntagnachmittag. "Die Ermittler des Landeskriminalamts Wien sowie des Bundeskriminalamts arbeiten intensiv mit den ausländischen Behörden in Serbien und Montenegro zusammen", so die Aussendung.

Laut derzeitigem Ermittlungsstand handelt es sich bei den beiden Opfern (32, 23) um Personen, die der organisierten Kriminalität im Bereich des Westbalkans zuzuordnen sind. Es dürfte in den vergangenen Jahren bereits zu mehreren Tötungsdelikten innerhalb rivalisierender Gruppierungen gekommen sein. Hintergrund könnte ein Streit um Suchtgift sein.

Zweites Opfer außer Lebensgefahr

Das 23-jährige Opfer befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr. Der Mann wurde aufgrund einer internationalen Fahndung mittlerweile festgenommen. Welcher Staat nach dem 23-Jährigen gesucht hatte und aus welchem Grund nach ihm gefahndet wurde, kommunizierte die Polizei nicht. Bei dem Verletzten soll es sich um einen Sohn des einstigen Bosses der montenegrinischen Mafia in der Vojvodina-Hauptstadt Novi Sad handeln. Sowohl der Vater wie auch ein Bruder des 23-Jährigen waren bei Mafia-Abrechnungen in Novi Sad bzw. Belgrad 1999 bzw. 2015 ums Leben gekommen.

Auch Zeuge Krimineller

Im Zuge der Ermittlungen stellte sich ebenfalls heraus, dass auch der 29-jährige Begleiter der Opfer der organisierten Kriminalität zuzuordnen ist. Der Mann wurde ebenfalls festgenommen.

Der 29-Jährige hatte zunächst als Zeuge gegolten. Das dürfte sich im Zuge der Ermittlungen und nach der formellen zeugenschaftlichen Einvernahme des Mannes geändert haben. "Er hat unglaubwürdige Aussagen zum Tathergang gemacht", teilte der Sprecher der Landespolizeidirektion, Daniel Fürst, Sonntagmittag der APA mit. Eine Beteiligung - in welcher Form auch immer - könne zum derzeitigen Zeitpunkt daher nicht ausgeschlossen werden.

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