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Nach Lungen-TransplantationNiki Lauda angeblich aus künstlichem Tiefschlaf erwacht

Ex-Formel 1-Star Niki Lauda (69) soll aus dem künstlichen Tiefschlaf erwacht sein. Nach der am Wiener AKH erfolgten Lungentransplantation geht es ihm den Umständen entsprechend, sagen seine Ärzte. Die Zuteilung der Lunge sei nach klaren Kriterien erfolgt. Es gibt viele besorgte Reaktionen aus dem In- und Ausland.

© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Dem dreifachen Formel-1-Weltmeister und Unternehmer Niki Lauda (69) geht es nach der am Wiener AKH erfolgten Lungentransplantation den Umständen entsprechend. Man sei sehr zufrieden, hieß es am Freitag dazu aus dem AKH.

Laut "Österreich" soll Lauda bereits Samstagmittag aus dem Tiefschlaf erwacht sein. Die Ärzte im Wiener AKH hätten ihren 69-jährigen Patienten auch schon extubiert. Berichten der "Kronen Zeitung" zufolge könne Lauda schon wieder selbständig atmen.

Vonseiten des Wiener AKH wird es am Wochenende keine Informationen zum Gesundheitszustand von Formel-1-Legende und Unternehmer Niki Lauda (69) geben. Sofern der Patient damit einverstanden ist, werden die Medien voraussichtlich am Montag über den bisherigen Verlauf nach der am Donnerstag erfolgten Lungentransplantation informiert, hieß es am Samstagnachmittag gegenüber der APA.

Akute Probleme

Lauda hatte zunächst wegen einer Sommergrippe-Erkrankung den Familienurlaub auf Ibiza abgebrochen und sich zur Behandlung ins AKH begeben. Der Aufsichtsratsvorsitzende des Weltmeisterteams Mercedes war deshalb auch nicht bei den Formel-1-Rennen in Hockenheim (22. Juli) und auf dem Hungaroring (29. Juli) gewesen. Lauda befand sich zunächst auch scheinbar bereits auf dem Weg der Besserung und hatte auch wieder regen Telefonkontakt zur Außenwelt. Allerdings traten dann große Probleme an Laudas vorgeschädigter Lunge auf, weshalb sich Österreichs Formel-1-Legende am Donnerstag einer Organtransplantation unterziehen musste. Diese erfolgte exakt 42 Jahre und einen Tag nach seinem aufsehenerregenden Feuerunfall am 1. August 1976 auf dem Nürburgring.

Die schwere Erkrankung des Österreichers löste rasch viele besorgte Reaktionen im In- und Ausland aus:

Reaktionen

"Das gesamte Laudamotion-Team wünscht Niki eine schnelle Genesung und gute Besserung - ihm und seiner Familie ganz viel Kraft für die nächsten Wochen. Seine Expertise und seine Person fehlen uns natürlich und umso mehr freuen wir uns über sein rasches Comeback."

Die Fluglinie Laudamotion, die Niki Lauda und Ryanair gehört

 

"Ich drücke ihm die Daumen, mehr kann ich in dieser Situation nicht tun. Ich weiß, dass er im AKH in den besten Händen ist. Er ist eine absolute Kämpfernatur. Das sind freilich Dinge, bei denen man nie weiß, wie sie ausgehen. Deshalb kann ich ihm nur die Daumen drücken."

Gerhard Berger (Ex-Rennfahrer)

 

"Ich wünsche Niki Lauda gute Besserung und viel Kraft für die kommenden Wochen."

Bundespräsident Alexander van der Bellen

 

"Wir kennen Niki Lauda als großen Kämpfer im Sport und als Unternehmer. Lieber Niki, wir wünschen dir viel, viel Kraft in dieser schweren Zeit und freuen uns, dich bald wieder gesund an deinen geliebten Rennstrecken zu sehen."

Bundeskanzler Sebastian Kurz (den  Lauda im Wahlkampf unterstützt hatte) via Twitter

 

"Nach der Matura an der HTL für Flugtechnik in Eisenstadt war Niki Lauda mein erster Chef. Rund um die Übernahme der Air Berlin durch Laudamotion hatten wir nach Jahrzehnten nun wieder Kontakt. Ich bedanke mich beim Ärzteteam des AKH in Wien für die großartige Betreuung und wünsche Niki eine rasche und vollständige Genesung. Er ist eine Galionsfigur unseres Landes und hat Großes für Österreich geleistet. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Gedankenaustausch mit ihm."

Verkehrsminister Norbert Hofer

 

"Wir wünschen Niki Lauda gute Genesung. Er ist für den Flughafen Wien ein wichtiger Geschäftspartner mit Handschlagqualität. Wir freuen uns, ihn bald wieder im operativen Geschäft begrüßen zu dürfen."

Der Wiener Flughafen-Vorstand Julian Jäger

 

"Die Formel 1 in Sorge um einen ihrer Größten!"

Die "Bild"-Zeitung

 

"Ich schicke dir all meine Liebe, meine Gebete und meine Unterstützung, Niki. Ich wünsche dir eine schnelle Genesung."

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton

 

Viele Vertraute wollten sich angesichts der dramatischen Gesundheits-Entwicklung allderings nicht öffentlich äußern. Auch die Familie Laudas gibt keine öffentlichen Statements ab und ersuchte, die Privatsphäre zu wahren. Informationen gab es vorerst hauptsächlich aus dem AKH selbst. Und die waren durchaus positiv. "Wir sind sehr zufrieden", sagte etwa der Chef der Klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie (AKH/MedUni Wien), Walter Klepetko, am Freitag gegenüber der APA. Klepetko hatte am Vortag den Eingriff zusammen mit Konrad Hötzenecker erfolgreich durchgeführt. Die Spenderorgan-Zuteilung sei durch die unabhängige Eurotransplant nach klaren Dringlichkeitskriterien erfolgt.

"Da der Patient zum Zeitpunkt der Aufnahme in die Warteliste für die Transplantation durch die extrakorporale Membran-Oxygenierung (ECMO; maschinelle Sauerstoffanreicherung außerhalb des Körpers; Anm.) am Leben erhalten wurde, bei vollem Bewusstsein war und es keine andere Therapiemöglichkeit gab, kam er sofort in die höchste Dringlichkeitskategorie für ein Spenderorgan", sagte der Chirurg. Generell müsse man für den weiteren Verlauf immer auch die vor einem solchen Eingriff gegebenen Umstände beim einzelnen Patienten einrechnen, betonte Klepetko. Man sei jedenfalls vorerst mit dem Verlauf sehr zufrieden.

"Mit höchster Dringlichkeit"

Eurotransplant ist die europäische Schalt- und Organisationszentrale zum Thema Organtransplantationen. Dort gibt es für alle teilnehmenden Länder klare Dringlichkeitskriterien. Bei Lungentransplantationen sind die wichtigsten Kriterien die sogenannten Blutgase, also die Qualität des Gasaustausches (Sauerstoffsättigung im Blut etc.) bzw. die Notwendigkeit, maschinell einzugreifen. "Wenn jemand plötzlich in die oberste Dringlichkeitsstufe für eine Lungentransplantation kommt, erfolgt die Organzuteilung mit höchster Dringlichkeit", sagte Klepetko. Auch der Gesamtzustand des jeweiligen Patienten spielt eine gewisse Rolle. Hier ist die Situation bei Lungenpatienten, die über viele Jahre an chronisch sich verschlechternden Leiden erkrankt sind, anders als bei prinzipiell fitten Personen, die akut in ein nicht reversibles Lungenversagen rutschen.

Die geschätzte Lebenserwartung liegt in dieser Situation bei zwei Wochen - Maximum

Walter Klepetko
Spenderorgane für Lungentransplantationen werden nicht auf Gewebe-Verträglichkeit zwischen Spender und Empfänger ausgewählt, wie dies bei anderen Organen geschieht. "Wir haben aber mittlerweile die Möglichkeit, Spenderorgane, die wir sonst nicht verwenden würden, so vorzubereiten und zu verbessern, dass wir sie transplantieren können", erklärte Klepetko.

Gegenüber dem ORF berichtete Klepetko, Lauda sei sieben Tage lang ECMO-Patient gewesen, also abhängig von einer Sauerstoffanreicherung des Blutes über eine externe Pumpe: "Die geschätzte Lebenserwartung liegt in dieser Situation bei zwei Wochen - Maximum". Die Hälfte dieser Zeit war also bereits um, als Lauda die Spenderlunge bekam. 

Kommentare (14)
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schmiedinger
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beeindruckend....

wie schnell das mit dem transplantieren von lebenswichtigen organen geht, wenn geld und namen dahinter stehen...

paulrandig
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schmiedinger

Ich war bei der Rettung und darf sagen, dass das auch sehr schnell geht, wenn kein Geld oder Namen dahinter steht.
Zumindest hatte ich die Namen derjenigen, für die ich die Kühlboxen mit Blaulicht vom Flughafen ins Krankenhaus gebracht habe, noch nie zuvor gesehen.
Und verwechseln Sie bitte nicht Lungen mit Nieren etc.! Da stecken teilweise andere Mechanismen und Fristen dahinter.

Musicjunkie
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Gute Genesung!

--

Santamaria1
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Niki Lauda ..

... und tausende "ohne Namen" haben ähnliches Nicht überlebt und sind gestorben !!! Hallo ????

SU5UOTYL86CZ7KG7
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So

Ein unsinn,

paulrandig
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Santamaria1

Das Leben hat bisher noch niemand überlebt.
Promis sind schon genauso gestorben, wie tausende "ohne Namen" überlebt haben.
Wir Menschen sind Mustersucher und finden sogar noch in Wolken etwas, was da nie drin war. Genauso holen wir uns aus Meldungen das heraus, was wir drin sehen wollen.

KlausLukas
38
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Verkehrsminister Norbert Hofer

Stellt euch vor, der Hofer hat die Matura an der HTL in Eisenstadt gemacht. Ein richtiger "Leuchtturm" neben dem Vizekanzler und dem Verteidigungsminister und vielen anderen aus dem Bierzelt.

Wenn er es hier nicht kundgetan hätte, niemand würde ihm das glauben, nach seinem sensationellen 140-iger Auftritt.
"Wir werden uns noch wundern", hatte einmal gesagt. Wie wahr, wie wahr

Irmiernst
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Da Hofa woars.....

....vom 20ger Haus... :-)
Was hat das jetzt bitte mit der Lungentransplantation vom Lauda gemein?
Und wer weiß, wie lange er nicht eh schon auf der Transplantliste stand??

Sam125
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KlausLukas

Eigentlich wäre es eine Lachmummer, wie manche Menschen immer nur auf ein Thema ( oder eine Partei), wie es hier geschieht, hinarbeitet!! Wenn es wie in diesem Fall, nicht gerade um das Leben einer österreichischen Sportlegende, wie Niki Lauder ginge!! Alle wünschen Niki Lauder nur das Beste und SIE schreiben über Norbert Hofer!! Blöder geht es gar nicht!

hbratschi
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liebe(r) sam,...

...bist in der kosmetikbranche tätig oder vermutest du in unserem niki nationale tatsöchlich einen sprössling von mrs estée, da du ihn konsequent lauder nennst? ich nenn übrigens deinen liebling ja auch nicht hofa...

Landbomeranze
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Haarscharf am Thema

vorbei. An der HTL hätte es im Deutschunterricht dafür wohl die "Höchstnote" gegeben.

wollanig
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Welch grandioses Posting.

Wohl ein Bildungsnaher, gell?

HPIK1RXCA6MZ63IL
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Alles Gute

wünsche ich für die kommende Zeit diesem außergewöhnlichen Menschen, der für mich aber auch ein schrulliger "Experte für eh alles" ist. Zumindest sein berühmter Werbespruch "Ich habe ja nix zu verschenken" dürfte angesichts der 3. Organtransplantation einen schalen Beigeschmack bekommen haben.

klickme
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Auf sich geschaut

Natürlich wünscht man Herrn Lauda eine gute Genesung. Er war doch der von der Politik eingesetzte "national hero", der für jedes Problem eine Expertenmeinung von sich gab. Die Politik meint ja, dass wir national heros für das nationale Selbstbewusstsein brauchen.
Nichtsdestotrotz meine ich in Erinnerung zu haben, dass die österreichischen SteuerzahlerInnen Herrn Lauda beim Verkauf seiner Air sehr unter die Arme gegriffen haben, denn lt Wikipedia.org war es so:
Im Jahr 2002 wurde die finanziell schwer angeschlagene Lauda Air schließlich von Austrian Airlines vollständig übernommen und so vor dem Konkurs bewahrt. Es gilt heute als erwiesen, dass Austrian Airlines diesen Schritt ausschließlich aufgrund des starken politischen Drucks setzen musste.
Herr Lauda hat stets auf sich geschaut und nach seinem Konkurs wieder als Unternehmer betätigt und beträchtliches Vermögen offensichtlich erzielt.