DonauinselfestSo sollen Besucherinnen vor Übergriffen geschützt werden

Rund 650 Securitys und Mitarbeiter des Festes werden für das Thema sensibilisiert und am Festival klar als Ansprechpartner erkennbar sein.

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Die Organisatoren des Wiener Donauinselfests wollen mit einer Awareness-Kampagne und speziell geschulten Mitarbeitern sexueller Belästigung auf der Großveranstaltung entgegenwirken. Rund 650 Securitys und Mitarbeiter des Fests werden für das Thema sensibilisiert und am Festival klar als Ansprechpartner erkennbar sein, berichteten die Veranstalter am Donnerstag.

"Frauen und Mädchen sollen sich am Donauinselfest wohlfühlen und ohne Sorgen und Belästigungen feiern können", sagte Frauenstadträtin Kathrin Gaal (SPÖ). "Deshalb gibt es eigens geschultes Personal, das im Falle einer Belästigung sofort ansprechbar ist und eingreifen kann."

Die von der MA 57 (Frauenservice) geschulten Sicherheitskräfte sind durch einen hellblauen Button mit einem Anker und der Aufschrift "Hilfe bei Belästigung" erkennbar. "Wir schulen nicht nur die Securitys, sondern das geht runter bis in den Gastronomiebereich rein, so dass wirklich jeder Mitarbeiter sensibilisiert wird", sagte Thomas Waldner, Projektleiter des Donauinselfests, das von 22. bis 24. Juni über die Bühne geht.

"Rettungsanker"

Insgesamt werden 500 Securitymitarbeiter sowie rund 150 weitere Mitarbeiter durch einen Button als Ansprechpartner erkennbar gemacht. Das Donauinselfest ist das erste Großevent, bei dem der "Rettungsanker" für Frauen und Mädchen zum Einsatz kommt, erklärte Barbara Novak, Landesparteisekretärin der SPÖ Wien: "Wir wissen, dass es gerade bei Großveranstaltungen vorkommt, dass Mädchen und Frauen belästigt werden." Die Aktion solle ein Signal an alle Mädchen und Frauen sein, sich zu melden und nicht zu schweigen.

Auch die Wiener Polizei habe eine Reihe von Maßnahmen festgelegt, um "der Sicherheit aller Frauen höchste Priorität einzuräumen", versicherte Michael Lepuschitz, Vize-Polizeipräsident von Wien. 700 Polizisten in Uniform und in Zivil werden täglich im Einsatz sein. Zu den Sicherheitsmaßnahmen zählt auch, dass Teams mit Nachtsichtgeräten die Büsche durchstreifen, berichtete Waldner.

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