663.000 Euro SchadenÖsterreichische Zielfahnder schnappten Betrüger in Spanien

55-Jähriger war Geschäftsführer bei österreichischer Waffenfirma und wurde international gesucht.

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Mindestens 663.000 Euro soll ein 55-jähriger Mann, der als Geschäftsführer einer österreichischen Waffenfirma gearbeitet hat, im Zeitraum von 2006 bis 2015 durch vorgetäuschte bzw. manipulierte Kommissionsgeschäfte ergaunert haben. Spanische Zielfahnder nahmen den bereits per internationalem Haftbefehl Gesuchten Freitagfrüh am Flughafen in Madrid fest.

Der Brasilianer habe Kommissionsgeschäfte vorgetäuscht und auch über die Höhe dieser Geschäfte falsche Angaben gemacht. "Die Differenz hat er dann selbst eingesteckt", sagte Polizeisprecher Daniel Fürst zur APA. Im Jahr 2016 wurde er von der Firma entlassen und angezeigt, worauf sich der 55-Jährige nach Uruguay absetzte.

Nach Ermittlungen, bei denen Landes- und Bundeskriminalamt sowie internationale Behörden zusammengearbeitet hatten, schnappten spanische Zielfahnder den Tatverdächtigen, der mittlerweile per internationalem Haftbefehl gesucht worden war, am Freitag gegen 6.00 Uhr am Flughafen in Madrid.

Der Mann wollte von Uruguay über Spanien nach Deutschland reisen, um eine Waffenmesse zu besuchen. Er befindet sich in Haft und soll gemäß Polizeiangaben vom Dienstag nach Österreich ausgeliefert werden.

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