Tatort KinderspielplatzFreund der Schwester brutal attackiert: 20-Jähriger vor Gericht

Prozess in Salzburg: 20-Jähriger soll auf Freund seiner Schwester 30 Mal eingeschlagen haben. Tatort war ein Kinderspielplatz.

Prozess am Landesgericht Salzburg © APA/BARBARA GINDL
 

Nach einer Baseballschläger-Attacke, bei der im August in Saalfelden (Pinzgau) ein 25-Jähriger schwer verletzt worden war, hat die Staatsanwaltschaft Salzburg einen 20-Jährigen wegen versuchten Mordes angeklagt. Der Beschuldigte soll mit dem Aluminium-Schläger über den Freund seiner Schwester hergefallen sein, zumindest 30 mal auf ihn eingeschlagen und ihm verbal mit dem Tode gedroht haben.

Hintergrund der Tat war offenbar ein Beziehungsstreit zwischen der Schwester des Angeklagten und ihrem Freund. Die Frau soll ihren damals noch 19-jährigen Bruder um Hilfe gebeten und ersucht haben, sich mit ihm zu treffen. Am 16. August kurz vor Mitternacht standen sich die beiden aus der Türkei stammenden Männer auf einem Schotterplatz bei einem Kinderspielplatz gegenüber.

Der Angeklagte soll dem 25-Jährigen zunächst vorgeworfen haben, dass er seine Schwester unglücklich gemacht habe. Dann soll er ihm einen Faustschlag versetzt und - als der Mann bereits auf dem Boden lag - mit dem Baseballschläger vorwiegend gegen den Kopf geschlagen und "ich bringe dich um" gerufen haben.

Der 25-Jährige erlitt Brüche der Nase und der Augenhöhle, eine Teilläsion des linken Sehnerves, eine Gehirnerschütterung, Prellungen und Abschürfungen. Der Prozess beginnt heute in Salzburg. Ob mit einem raschen Urteil zu rechnen ist, ist noch unklar.

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