Demos und PlatzverboteAkademikerball: Innenminister ruft zu Gewaltlosigkeit auf

Seit 16 Uhr ist der Ring zum Teil gesperrt, seit 17 Uhr gilt das weiträumige Platzverbot rund um die Hofburg. Die Polizei hofft auf "friedliche Demonstrationen".

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WIENER AKADEMIKERBALL 2018: DEMONSTRATION
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Anlässlich des freiheitlichen Akademikerballs und der Gegendemonstrationen wird der Ring in der Wiener Innenstadt seit 16 Uhr teilweise gesperrt. Das weiträumige Platzverbot ist seit 17 Uhr in Kraft. Die Wiener Polizei erwartet "grundsätzlich friedliche Demonstrationen", sagte die Leiterin der Pressestelle der Wiener Polizei, Daniela Tunst.

Einzelne Störaktionen können natürlich nie ausgeschlossen werden, betonte Tunst. Im Vorfeld hatte es noch geheißen, dass auch im Ausland Demonstranten rekrutiert werden. "Derzeit haben wir keine konkreten Hinweise, dass Demonstranten aus dem Ausland angereist sind", sagte Tunst am Nachmittag.

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) appellierte zuvor noch via Faebook an die Demonstranten: "Bitte bleibt friedlich!"

Die Polizei empfiehlt, die Innenstadt großräumig zu umfahren. Einschränkungen gibt es auch bei öffentlichen Verkehrsmitteln. Wegen diverser Platzverbote in der Innenstadt sind die Citybuslinien 1A, 2A und 3A seit 14 Uhr nicht mehr in Betrieb. Die Straßenbahnlinien in der Innenstadt werden kurzgeführt bzw. umgeleitet. Die Wiener Linien raten den Fahrgästen, großräumig auszuweichen bzw. die U-Bahnen zu benutzen.

Innenstadt großräumig meiden

Laut ÖAMTC war die Verkehrslage am Freitagnachmittag noch eher ruhig. Wir erwarten "kein großes Drama", sagte Harald Lasser von der ÖAMTC-Mobilitätsinformation. Die meisten Anfragen gebe es bisher von Ballgästen sowie Personen, die in die Oper, das Burgtheater oder zum Konzerthaus wollen. Der ÖAMTC rät dennoch, die Innenstadt und insbesondere den Großraum Ring zu meiden.

Die Polizei wies am Freitag darauf hin, dass gemäß den Bestimmungen des Versammlungsgesetzes das Mitführen von Waffen und anderen gefährlichen Gegenständen sowie die Vermummung bei Versammlungen verboten ist. Nicht erlaubt ist auch das Zünden von pyrotechnischen Gegenständen wie Böller, Rauchtöpfe und bengalische Feuer.

Polizei ortet "deutlich höhere Gewaltbereitschaft" 

Noch vor einer Woche rechnete der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl mit einer "deutlich höheren Gewaltbereitschaft" der Demonstranten. Die Lage dürfte sich mittlerweile jedoch etwas entspannt haben. "Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass sich gewaltbereite Personen unter die Demonstranten mischen", sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger am Donnerstag.

Direkt von Demonstrationen betroffen sind v.a. abschnittsweise der Ring sowie der Bereich Augartenstraße und Augartenbrücke. Verkehrsbehinderungen und Umleitungen wird es aber auch auf den jeweiligen Ausweichrouten, etwa der Zweierlinie, Burggasse, Neustiftgasse, dem Rennweg, der Prinz-Eugen-Straße, im Raum Schwarzenbergplatz und Karlsplatz sowie auf einzelnen Straßenzügen in Brigittenau und der Leopoldstadt geben.

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hakre
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!

und wer wird diesen Einsatz zahlen? sicher nicht: die Ballbesucher - die Demonstranten - sondern wir, die Steuerzahler.
meines erachtens sollen diesen Einsatz die verantwortlichen der Demonstranten bezahlen, denn diese sind ja für diesen Einsatz verantwortlich.

zuagraster
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seien sie froh,

das es die demonstrationsrecht gibt.

sg70
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natürlich wir

aber wir stecken z.B. auch jeden Samstag Heerscharen von Polizisten in Uniformen und drücken denen einen Gummiknüppel in die Hand, damit die in den Fußballstadien verhindern, dass nicht irgendwelche Testosteronbomber mit 3 Promille in der Birne sich die Nasen blutig schlagen. Zahlt auch kein Verein oder machts mit eigener Security, sondern wir. Und mich interessiert Fußball aber sowas von überhaupt nicht, trotzdem muss ich.

Mein Graz
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@hakre

Wenn man tiefer bohrt kommt man der Sache näher.
Verantwortlich ist der Veranstalter des Balls. Ohne Ball keine Demo.

Mein Graz
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Ich wünsche mir,

dass die Demo friedlich bleibt und die gewaltbereiten Idioten schon vorher heraus gefischt werden könnten!

Und vorbeugend für alle, die wieder einmal behaupten werden, dass die "Sozis" ja alles kurz und klein schlagen:
Der "schwarze Block", der sicher wieder dabei sein wird, ist längst ein Sammelbecken von aggressiven, streitlustigen Hohlköpfen von Ultralinks bis Rechtsextrem, die die Masse zum Ausleben ihrer Phantasien missbraucht. Im Grunde genommen sind sie Feiglinge!

5RH0ODOTTH21JQIY
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3000!!!...... Beamte!

Wer wird das bezahlen?