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Grazer Amokfahrer-Prozess

"Im Zentrum": Ministerium und Anwälte verteidigen Urteil

Mit einer Diskussion über Geschworenenprozesse hat der ORF Sonntagabend in der Sendung "Im Zentrum" mit Ingrid Thurnher das Urteil vom Grazer Amokfahrer-Prozess Revue passieren lassen. Kritisiert wurde dort unter anderem die geringe Bezahlung von Gerichtsgutachtern.

AMOKFAHRT IN GRAZ: PROZESSAUFTAKT
Der Prozess um Alen R. endete letzte Woche. © APA/ERWIN SCHERIAU/APA-POOL
 

Gerhard Jarosch von der Vereinigung österreichischer Staatsanwälte fasste in der ORF-Sendung zum Urteil im Grazer Amok-Prozess zusammen, warum Geschworenenprozesse schon öfter Kritik ausgesetzt waren und diskutiert wurden. Er nannte zwei "Pferdefüße": Zum einen werde den Laien eine große Verantwortung übertragen. Zum anderen müssen Geschworene nur einen Schuldspruch und keine Beweiswürdigung wie etwa die Berufsrichter vorlegen. Das mache es für den Obersten Gerichtshof schwerer, die Urteile anzufechten.

Kommentare (12)

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5aa392df0ed6ce256092fa499a4c3257
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Tatsache ist,

dass Alen R. unter allen Umständen und dazu ganz in Weiß (total verunglückte Taktik) nur ein Ziel verfolgte, ja nicht in eine Vollzugsanstalt zu kommen. Sondern seine Jahre im Sinne eines Kuraufenthaltes sehr bequem wie ein Kurgast in Göllersdorf zu verleben. Der Amokler weiß genau, dass ihm in Karlau oder Stein oder wo immer Unappetliches blüht. Auch im Häfen gibt es einen Ehrenkodex, und da sind die Täter, die Kinder missbrauchen oder gar töten, ganz ganz unten in der Skala angesiedelt. Alen R. blüht in der Tat Ungemach, aber das hat er sich selber eingebrockt. Wundert mich eh, dass die Verteidigerin dies nicht angesprochen hat. Weil der Alen sich halt so fürchtet....! Volle Hochachtung den Geschworenen, sie haben mit Verstand und Gefühl entschieden. Gerade sie zeigen, dass diese Form der Rechtssprechung in der Tat funktioniert und nicht wegen einigen Linken reformiert werden muss.

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helmutmayr
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Einer der Gutachter

war halt in seiner Ehre gekränkt. Nicht mehr und nicht weniger.
Warum also diese Diskussion über ein Urteil das korrekt gefällt wurde ?

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hbratschi
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wenn...

...justitia jeden frei herumlaufen ließe, der eine gestörte persönlichkeit hat, ja dann bräuchten wir keine gefängnisse mehr. hat nicht jeder "mörder" einen mehr oder weniger großen dachschaden?

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tomtitan
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täterschutz vor opferschutz

.

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furki
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Das Verfahren zeigt wieder einmal,in welchem Dilemma unsere Justiz steckt.

Je mehr Gesetze erlassen werden, desto schwieriger wird es, zu entscheiden.Was braucht man so einen Monsterprozess,um einen derartigen Verbrecher zu überführen?Von den Gutachtern will ich gar nicht reden,die haben sich in ihrer Materie verirrt.Und dass man Echtes von Unechtem nicht unterscheiden kann,führt die ganze Psychologie ad absurdum.Jetzt gibt es eh schon einen Nachahmungstäter in Wien...Frage:Ist nicht jeder Täter im Hirnkastl gestört?..Kann eh niemand beantworten...

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Aussenstehender
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Amokfahrer Prozess

Was mich stört ist dass diesem Mann, der wissentlich mehrere Menschen tötete und zu töten versuchte, so eine Paragraphenklauberei gewidmet wird. Dieser Mörder wird zum Problem für die Justiz aufgearbeitet, weil man nicht entscheiden will wie und wo er verwahrt werden soll. Experten, Geschworene und Richter sind uneinig, wo doch für jeden normalen Bürger klar ist dass dieses Individuum dauerhaft hinter Schloss und Riegel gehört. Amen.

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steirermen
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stimmt

Sehr richtig

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AnBos
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Diskussionskultur

Das war gestern ein von den Diskutanten sehr zivilisiert geführter Austausch von Argumenten, wobei sich mir die Frage stellte ob die Anwältin von Alen R. mittlerweile die Tabletten mit ihm teilt, weil aufgrund der Berichterstattung in den diversen Live-Tickern hatte ich von dieser Dame einen anderen Eindruck. Diese wirkte einerseits sehr schaumgebremst bzw. dürfte diese Dame - für eine Anwältin ungewöhnlich - rhetorisch eher schwach übersetzt sein. Oder war ihr die ganze Sache mittlerweile egal? Wie wohl der Versuch der Diskussionsleiterin in der gegenständlichen Causa "Skandale" herbeizureden, die Grenzen zur Realität überschritten hat. Auch den Versuch den nicht anwesenden Gutachter - Walzl - mit den Fakten aus einem alten Zeitungsartikel - 300 Gutachten im Jahr etc. - madig zu machen, fand ich unpassend für eine Diskussionsleiterin! Wenn die Dame ihre eigene Meinung vertreten will, dann soll sie mitdiskutieren und ihren Job als Diskussionsleiterin jemanden anderen machen lassen, der dann aber natürlich auch ihr Salär kassiert.

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Ariele
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Gut beobachtet!

Aber das zieht sich bei dieser Diskussionsleiterin und dem ORF ja durch und war auch bei ihren Politikerbefragungen eindeutig erkennbar. Hier wird nicht moderiert, hier wird Einfluß genommen und gelenkt.

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Leheneck
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#AnBos - Bravo!

Ihren äußerst treffenden Ausführungen ist nichts mehr hinzuzufügen!
(Außer: Nächstes Mal auf ARD schalten- da war Außenminister Kurz bei Anne Will wieder einmal hervorragend)

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art_209
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am liebsten

würde man noch den Täter zum Opfer machen...

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tomtitan
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haben sie von frau thurnher

etwas anderes erwartet???

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