Ein Bub hat sich Samstagvormittag in Wien beim Zünden von Pyrotechnik schwere Verletzungen an einer Hand zugezogen. Ein Passant, der das Unglück vor einer Wohnhausanlage in Favoriten beobachtet hatte, kam dem Zehnjährigen zu Hilfe und wählte auch den Notruf, berichtete Polizeisprecherin Anna Gutt am Sonntag. Die Berufsrettung brachte das Kind in ein Spital, seine Mutter wurde verständigt, hieß es von den Einsatzkräften.
Die Polizei stellte Spuren des explodierten Böllers sicher. Es habe sich vermutlich um einen verbotenen Blitzknallsatz gehandelt. Der Bub gab an, den Gegenstand auf der Straße gefunden zu haben. Die weiteren Erhebungen führt das Landeskriminalamt Wien, Ermittlungsbereich Brand.
Warnung vor Gebrauch nicht zugelassener Böller
Die Wiener Polizei warnte erneut ausdrücklich vor dem Gebrauch nicht zugelassener Böller sowie vor unsachgemäßer Verwendung von Pyrotechnik. Die meisten Unfälle und gefährlichen Vorfälle mit pyrotechnischen Erzeugnissen seien auf Sorglosigkeit, Unachtsamkeit sowie nicht bestimmungsgemäße oder missbräuchliche Verwendung zurückzuführen.
"Besonders die verbotene und leichtsinnige Handhabung von meist aus dem Ausland besorgter Pyrotechnik ohne erforderliche Qualitäts- und Zulassungskriterien birgt großes Gefahrenpotenzial", wurde betont. Bei Verstößen gegen Bestimmungen des Pyrotechnikgesetzes drohen dem Verwender, neben möglichen strafrechtlichen Konsequenzen, Verwaltungsstrafen bis zu 3600 Euro.