Die Melodie ist unter anderem bekannt durch den Science-Fiction-Klassiker „2001: Odyssee im Weltraum“, nun ist der bekannte Strauss-Walzer „An der schönen blauen Donau“ auch ins Weltall ausgestrahlt worden. Die Wiener Symphoniker spielten das Werk von Johann Strauss II. Samstagabend im Museum für angewandte Kunst (MAK). Übertragen wurde es aber auch an den Strand des Donaukanals in der österreichischen Hauptstadt, in den New Yorker Bryant-Park - und weit hinaus ins Weltall.

This undated photo released by the European Space Agency shows the 35 meter-diameter deep-space dish antenna, DSA-2, in Cebreros, Spain, receiving the first signals from Venus Express. (ESA via AP)
Die 35 Meter große Parabol-Antenne in Cebreros © ESA via AP

Dafür wurde die Musikdarbietung digitalisiert und an eine etwa 35 Meter große Parabol-Antenne im spanischen Cebreros übermittelt, wie der Chef der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Josef Aschbacher, erläuterte. Von dort sei es „in Form einer elektromagnetischen Welle“ hinaus ins Universum gesendet worden. Mit Lichtgeschwindigkeit. Das Motto: „Waltz Into Space“. „Was ich weiß, dass wir zum ersten Mal für Außerirdische spielen. Falls es die gibt und falls es die dann empfangen, dann können sie wirklich sehr schöne Musik hören“, sagt Petr Popelka, Chefdirigent der Wiener Symphoniker, im ZiB-Interview.

Offizielle Weltraumhymne

Einen wissenschaftlichen Zweck hatte die Aktion nicht. Mit ihr wurde zum einen der Geburt des Walzerkönigs Johann Strauss II. gedacht, der vor 200 Jahren am 25. Oktober 1825 im österreichischen Kaiserreich zur Welt gekommen war. Zum anderen fand die ungewöhnliche Aufführung kurz nach dem 50-jährigen Jubiläum der ESA statt.

Der Leiter der Wiener Tourismusbehörde, Norbert Kettner, erinnerte daran, dass „An der schönen blauen Donau“ Stanley Kubricks Filmepos „Odyssee im Weltraum“ untermalt habe und die 13.743 Noten seitdem die offizielle Weltraum-Hymne seien.