Als „Zeichen des Himmels“ deutete Kardinal Christoph Schönborn den Todestag von Papst Franziskus im ORF-Interview: „Ostern steht für die Grundbotschaft des Christentums: Der Tod hat nicht das letzte Wort.“ Schönborn kannte Jorge Bergoglio bereits aus dessen Zeit als Weihbischof in Buenos Aires, nach dessen Wahl zum Oberhaupt der katholischen Kirche wurde der langjährige Wiener Erzbischof ein wichtiger Wegbegleiter. Was den Papst vom „Ende der Erde“ auszeichnete? „Seine Botschaft lässt sich mit drei Worten zusammenfassen: todos, todos, todos (spanisch für alle, alle, alle, Anm.).“ Franziskus habe die unveräußerliche Würde des Menschen über alles gestellt. Etwa durch seine dezidierte Ablehnung der Todesstrafe oder zuletzt am Gründonnerstag, als er Häftlinge im römischen Gefängnis „Regina Coeli“ besuchte. „Auch die schuldig geworden sind, sind Kinder Gottes“, fügte der Kardinal am Abend bei einem Gedenkgottesdienst im Wiener Stephansdom an.
Dank über Kirchengrenze hinweg
„Papst stand für unveräußerliche Würde des Menschen“
Kardinal Christoph Schönborn und Vertreter anderer Konfessionen betonten in ihren Stellungnahmen vor allem Franziskus‘ Einsatz für eine friedlichere und gerechtere Welt.
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