Vier Tote und mehrere Schwer- sowie Leichtverletzte hat Dienstagfrüh ein Unfall auf der Südautobahn (A2) im Raum Scheiblingkirchen (Bezirk Neunkirchen) gefordert. Ein mit acht Personen besetzter Kleinbus war nach Polizeiangaben in den Morgenstunden auf einen Lkw mit spanischer Zulassung aufgefahren, ein Großaufgebot an Einsatzkräften war gefordert. Die Autobahn wurde in Richtung Wien gesperrt. Kilometerlanger Stau war die Folge.
Verletzte in umliegende Kliniken transportiert
Ereignet hatte sich die Kollision gegen 6.30 Uhr. Laut Polizeisprecher Johann Baumschlager dürfte der mit zwei Personen besetzte Lkw einen Parkplatz verlassen haben. Der Kleinbus, in dem sich Baumschlager zufolge acht ukrainische Staatsbürger befanden, krachte in der Folge gegen das Schwerfahrzeug.
Die Bergung gestaltete sich als schwierig. Die Feuerwehr konnte eingeklemmte Opfer nur mit Mühe bergen, dabei gerieten die Einsatzkräfte an ihre Grenzen. „Wenn man über Tote kriechen muss, um zu den Lebenden zu gelangen, ist das unvorstellbar tragisch“, sagte Hauptbrandinspektor Peter Luef von der Feuerwehr Pitten, zur „Krone“.
Vier der Insassen des Kleintransporters kamen ums Leben, die vier weiteren wurden schwer verletzt. Lenker und Beifahrer des Lkw erlitten leichte Blessuren. Die Patienten seien in Krankenhäuser in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland transportiert worden, sagte Stefan Spielbichler von Notruf NÖ zur APA.
Drei Notarzthubschrauber rückten aus
Ausgerückt waren drei Notarzthubschrauber des ÖAMTC. Ebenfalls an Ort und Stelle waren drei Notarzt- sowie neun Rettungsfahrzeuge von Rotem Kreuz, Arbeiter-Samariterbund und dem SMD-Rettungsdienst.
Autobahn war stundenlang gesperrt
Auf der A2 bildete sich indes kilometerlanger Stau. Auch auf der Ausweichstrecke über die B54 gab es Zeitverlust. Seit den späten Vormittagsstunden ist die Unfallstelle geräumt, der Stau löste sich nur langsam auf. Feuerwehr und Polizei waren unterdessen an der Unfallstelle gefordert. Seitens der Exekutive wurden etwa „Vermessungen mittels Drohne durchgeführt“, sagte Chefinspektor Baumschlager.