AußensichtDie Regierung in Österreich sollte die globale Mindeststeuer als Coronahilfe nutzen

Michael Csoklich meint, die Mindeststeuer sei sinnvoll, wenn das so lukrierte Geld nicht im Budget versickere.

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© AFP
 

Jetzt soll sie kommen, die globale Mindeststeuer. Noch bevor sie umgesetzt ist, blinken bei den Finanzministern die Dollarzeichen in den Augen und werden die erhofften Milliardeneinnahmen verteilt. Endlich, so die Hoffnung, hat man die „bösen“ Konzerne am Steuerhaken.
Die Steuerpolitik weltweit agierender Unternehmen wird gern als Steuerhinterziehung und Steuerschiebung bezeichnet, Steuerbetrug wird pauschal unterstellt. Wird vorkommen. In den meisten Fällen aber agieren die Unternehmen legal im Rahmen der Gesetze. Viele der sogenannten Steueroasen liegen nicht in der Karibik, sondern in den USA und in Europa. Begünstigt, weil zum einen viele Staaten Konzerne mit niedrigen Steuern locken, zum anderen durch die Untätigkeit der Politik, die Zustände zu ändern.

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