AußensichtDie Öffentlichkeit hat ein Recht, zu erfahren, wie die Inhaber höchster Ämter denken

Imrgard Griss meint, dass bei den bekannt gewordenen Chatnachrichten das Informationsinteresse das Interesse an Geheimhaltung überwiege.

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IBIZA-U-AUSSCHUSS: SCHMID
© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Seit Jahren wird mehr Transparenz in öffentlichen Angelegenheiten gefordert. Es soll einen gläsernen Staat und nicht gläserne Bürger geben. Eine berechtigte Forderung. Doch mancher wird sich fragen: Sind wir nicht längst gläserne Bürger? Verbleibt überhaupt noch ein Raum für privaten Austausch, wenn damit gerechnet werden muss, dass veröffentlicht wird, was sich (echte oder vermeintliche) Freunde, oft zu später Stunde, über ihr Mobiltelefon geschrieben haben? Ist die Privatsphäre nicht (mehr) geschützt?

Kommentare (17)
Patriot
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Ich will wissen,

wie die Herrschaften ticken, die wir Steuerzahler fürstlich entlohnen und die Entscheidungen treffen, die uns alle betreffen!
Deshalb war es absolut richtig, deren Chats zu veröffentlichen!

GanzObjektivGesehen
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Und von allen, welche sich um ein öffentliches Amt bewerben.

Also her mit den Chats, den Mailboxen, ihr Saubermänner. Keine Angst, auch für euch gilt die "Unschuldsvermutung" in gleichem Umfang wie ihr sie anwendet......

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Ist die Frau Griss schon fix angestellt bei der Kleinen Zeitung?

.

rouge
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Wenigstens

sind ihre Kommentare ein Gewinn für die Zeitung und deren Leser.

notokey
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Gut nachvollziehbar.

Privilegierte Rechte wollen sie alle, werden sogar eingefordert. Bei den Pflichten wird großzügig ausgelegt und mit dem kleinen Mann verglichen.

Mit dem Amt steigen auch die moralischen Ansprüche an die Person, die es ausübt.
War immer so, will momentan so mancher nicht wahrhaben, ist aber immer noch so und wird hoffentlich auch immer so bleiben.

Wendel1980
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Frau Griss.

Es interessiert mich wirklich nicht, wie Sie privat denken, was Sie mit Ihren engsten Vertrauten besprechen, in Ihr Tagebuch schreiben, an Ihre Freunde per Brief schreiben. Und selbst wenn: Es nennt sich Privatsphäre. Briefgeheimnis. Schon mal davon gehört?

GanzObjektivGesehen
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Brief? Was ist das ?

Ein ausgedrucktes Mail ?

Dianthus
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blöde Frage Frau Griss,

müssen jetzt alle Personen in den höchsten Ämtern ihre Kommunikation auf den privaten Smartphones offenlegen?

GanzObjektivGesehen
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Wäre gut.

Hätte einen präventiven Charakter.

stellaharry
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1984/2021

*Die Öffentlichkeit hat ein Recht, zu erfahren, wie die Inhaber höchster Ämter denken" - ja also her mit der Gedankenpolizei, George Orwell hat's schon gesehen! Wer sorgt mit welchen Mitteln dafür für Ordnung?

BernddasBrot
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Vor allem ,

wenn er auf Kosten des Pöbels finanziert wird....

Jelineck
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So tickt eine Höchstrichterin

Nach diesem Motto dürfte ein Armer auch einen Reichen berauben. Und die Euthanasie wurde 75 Jahre nach dem Ende des Dritten Reiches vom OGH ohnehin schon erlaubt.

Ogolius
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Eigentlich….

….. selbst den eigenen Text vor dem Posten gelesen?!😳

Luger13
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Dass der höchstpersönliche Lebensbereich,,,

….des Bundeskanzlers durch die Veröffentlichung des Namens des von ihm besuchten Rhetorik-Trainers oder der Inanspruchnahme einer Pedicure-Behandlung seitens seiner Lebensgefährtin anlässlich eines gemeinsamen Balearen-Urlaubs berührt wurde, wird aber auch Frau Dr Griss zugestehen müssen - insofern ist ihre Darstellung unrichtig !

Bluebiru
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Bravo Frau Griss

Genau so ist es.

Wendel1980
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Ein bisschen den Voyeurismus befriedigt?

Weil über die Herrschaften kann man sich auch ohne deren privaten Briefverkehr ein Bild machen. Es gibt ein Recht auf Privatsphäre, egal, wer man ist.

Bluebiru
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@Wendel

Es geht nicht um Voyeurismus. Es geht darum, ob eine bestimmte Person für ein Amt, in dem sie über das Schicksal Österreichs entscheidet und in dem sie sehr viel Geld bezahlt bekommt, überhaupt geeignet ist. Es stellt sich die Frage, ob man das Beste für Österreich und dessen Bürger oder für sich selbst und die eiene Brieftasche will.

Und immer mehr zeigt sich, dass an diversen Schalthebeln der Macht eben nicht diejenigen sitzen, die für diese Ämter geeignet wären. Was man übrigens nie erfahren hätte, hätte es diese unsäglichen Chats nicht gegeben.

Und nein, man kann sich nicht immer ein Bild über eine Persönlichkeit machen, wenn man nur das vorgesetzt bekommt, was der Öffentlichkeit - vorher sorgsam von diversen Trainern eingebläut - präsentiert wird. Hätte man das gekonnt, hätten so manche ihre Ämter nie bekommen dürfen.