Gastkommentar.
Verfolgt man öffentliche Debatten, hat man den Eindruck, dass eine selbstgefällige Schar von Lehr- und Zuchtmeistern alle Hände voll damit zu tun hat, ein störrisches Volk zur Räson zu bringen. Der erhobene Zeigefinger ist überall sichtbar.
Konrad Paul Liessmann
Es gehört zu den Eigentümlichkeiten unserer Welt, dass kurz vor den ersehnten Sommerferien ein bildungspolitischer Furor tobt. Die Fehler der Vergangenheit werden beklagt, die Maturaordnung wird hastig reformiert, mehr Personal und Geld gefordert und nach Herzenslust werden neue Fächer kreiert, um Probleme, die man hätte sehen können, aber nicht sehen wollte, zu lösen. So werden die Versäumnisse der Migrationspolitik an die Schulen ausgelagert: Ab der Volksschule soll Demokratie als eigenes Fach etabliert werden, um das Bekenntnis zu demokratischen Werten zu fördern. Hoffentlich wird den Kindern dabei auch vermittelt, dass die Absage an jeden Bekenntniszwang zu eben diesen Werten gehört.
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