Seit den Missbrauchsvorwürfen, die gegen ihn erhoben werden, klingt das nicht gerade uneigennützig: Nun hat sich die US-Filmlegende Woody Allen zur aktuellen Cancel Culture zu Wort gemeldet. Diese hält der 86-Jährige nämlich für eine lächerliche Zeitgeist-Erscheinung. „Ich glaube, dass das eine vorübergehende Phase von Dummheit ist. Künftige Generationen werden darüber lachen, denn das Ganze ist einfach nur peinlich“, sagte Allen, der selbst nach sexuellen Belästigungs-Vorwürfen von Forderungen nach Nichtaufführung seiner Filme betroffen ist, in einem Interview dem  "Playboy"-Magazin. Darin verglich er die heutige Cancel Culture mit der „antikommunistischen Hexenjagd von Senator McCarthy... Und vorher gab es Zeiten, da wollte man Autoren wie James Joyce verbieten.“

"Eine Sache ohne Bedeutung"

Die von seiner Ex-Partnerin Mia Farrow und seiner Adoptivtochter Dylan Farrow erhobenen Vorwürfe, er habe Dylan im Alter sieben Jahren sexuell belästigt, seien „eine Sache ohne Bedeutung für mich“, sagte Allen in dem Interview. Er sei „immer ein Misanthrop“ gewesen, „weil ich einen sehr pessimistischen Blick auf die Menschheit hatte“, so der Filmregisseur, Schauspieler, Komiker und Jazzmusiker. Diese Attacken würden seine Vorurteile "nur bestätigen". Am 7. Juli kommt sein neuer Film in die Kinos. Titel: „Rifkin’s Festival“.