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Wegen DokumentarfilmSchauspieler Helmut Berger mit Schadenersatzklage gescheitert

Der österreichische Star des 60er- und 70er-Jahre-Kinos sah sich durch Filmdoku in seiner Menschenwürde verletzt und war gegen den Regisseur vor Gericht gezogen.

Schauspieler Helmut Berger
Helmut Berger blitzte mit Klage gegen Filmemacher ab © APA/dpa/Tobias Hase
 

Der Schauspieler Helmut Berger ist nun am Landesgericht Salzburg mit einer Unterlassungs- und Schadenersatzklage gegen den österreichischen Filmregisseur Andreas Horvath gescheitert. Die  Richterin hat alle Ansprüche des 76-Jährigen abgewiesen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Berger - in den 1960er und 1970er-Jahren einer der populärsten Stars des europäischen Kinos - hatte vor knapp zwei Jahren Horvath geklagt. Der Streitwert lag bei 103.200 Euro - davon 50.000 Euro Schadenersatz. Der Regisseur soll ihn in dessen 2015 beim Internationalen Filmfestival in Venedig uraufgeführten Dokumentarfilm "Helmut Berger, Actor" in ein schlechtes Licht gerückt haben.

Laut Klage sei der einstige Visconti-Star als "selbstzerstörerischer, hemmungsloser und verwahrloster" Mensch dargestellt worden. Szenen des Streifens seien "bloßstellend und herabsetzend". Berger hatte im Vorfeld zwar der Veröffentlichung der Doku zugestimmt und zwei Einverständniserklärungen unterschrieben - tatsächlich sei er wegen der Einnahme schwerer Medikamente nicht geschäftsfähig gewesen. "Meine damaligen gesundheitlichen Probleme wurden ausgenützt. Es sind Sachen herausgekommen, die nicht der Wahrheit entsprechen", sagte er in einer Verhandlungsrunde vor Gericht.

Horvath, der Berger für den Film ein Jahr lang begleitet hat, hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Zum einen sei der Schauspieler bei Unterzeichnung der Einverständniserklärungen geschäftsfähig gewesen. Zum anderen sei eine Doku entstanden, in der der Kläger "nicht anders dargestellt" worden sei, "als sich dieser jahrzehntelang selbst in der Öffentlichkeit präsentiert" habe.

Nachdem ein Vergleich vor Gericht scheiterte, gab die Richterin ein neuropsychiatrisches Gutachten in Auftrag. Auf dessen Basis seu klar davon auszugehen, dass Berger zum Zeitpunkt der Einverständniserklärungen geschäftsfähig gewesen sei. Auch dem Vorwurf, der Kläger sei in der Doku in seiner Menschenwürde beeinträchtigt worden, konnte die Richterin nichts abgewinnen. Berger habe durch die "bewusste Zurschaustellung seiner Person" in teils sehr intimen Situationen in Kauf genommen, durch die Doku "der Öffentlichkeit ausgesetzt" zu werden.

Kommentare (2)

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dieRealität2019
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eine Richterin und Helmut Berger konnte nicht gut ausgehen

Die Richterin hat alle Ansprüche des 76-Jährigen abgewiesen. Hier bin ich gespannt, was der weitere Verfahrensweg bringen wird.

dieRealität2019
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Interessant, oder die Normalität? die Kleinezeitung berichtet: Schauspieler Helmut Berger mit Schadenersatzklage gescheitert

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ist das dann die bekannte journalistische Glossenschreiberei oder die heutige seriöse Berichterstattung? "...das Urteil ist nicht rechtskräftig...". Naja aus meiner Sicht eine reißerische unseriöse Titelzeile die gegen Ethik und Moral verstößt, ist halt denke ich ein Nonplusultra in den Medien. Da ist halt auch die Kleinzeitung keine Ausnahme.