Es sind Worte, die bewegen und Einblick geben in den Alltag eines Mannes, der trotz schwerer Krankheit auch nach mehr als 45 Ehejahren seiner Frau beisteht. Friedrich Schiller erzählt, wie es seiner Frau Jeannine - beide in der österreichischen High Society bestens bekannt und vernetzt - aktuell geht. „Sie kann sich nicht bewegen, sie ist wie ein Baby“, sagt er in einem Interview mit der „Krone“. „Wir können nur in ihre Augen sehen, manchmal sehen wir ein kleines Lächeln und manchmal ist sie traurig. Es ist eine ganz, ganz traurige Geschichte.“

Ernsthaft krank sei Jeannine Schiller seit fast drei Jahren. Ihr Ehemann habe bemerkt, dass seine Frau etwas sonderbar wurde. „Dann sind die Ausfälle auffallender geworden und die Ärzte haben beginnende Demenz festgestellt.“ Zusätzlich habe Schiller noch Schlaganfälle erlitten. „Ich habe mich langsam daran gewöhnt, dass ich eine Frau habe, die leider ein sehr beschränktes Leben führt.“ Er und seine Tochter bemühen sich aber, „dass es ihr an nichts fehlt“. Die 81-Jährige wird 24 Stunden von Pflegerinnen betreut, habe zudem Ärzte und Therapeuten, die sich um sie kümmern. „Es geht ihr, wenn man von diesem niedrigen Niveau spricht, gut. Die Ärzte sind überrascht, dass sie so einen Lebenswillen hat, obwohl sie nicht mehr viel machen kann“.

Friedrich Schiller: „Irgendwann wird sie einschlafen und nicht mehr sein“

Friedrich Schiller pflegt seine Frau zu Hause. Ein paar Stunden nehme er sich jedoch auch für sich selbst Zeit heraus, sagt er. „Ich glaube, ich habe das Recht, dass ich ein paar Stunden fortgehen und das Leben genießen kann.“ Besserung wird es für seine Frau nicht mehr geben. „Sie hat ein sehr schönes Leben gehabt, war alles in allem sehr glücklich mit mir. Sie hat es genossen. Irgendwann wird sie einschlafen und nicht mehr sein.“