Das deutsche öffentlich-rechtliche Rundfunksystem wird in diesem Jahr 75 Jahre alt und nahm das Jubiläum zum Anlass für eine Zeitreise. Höhepunkt war am Samstag (5. April, 20.15 Uhr) das Event „75 Jahre ARD – Die große Jubiläumsshow“. Zahlreiche Promis feierten mit, die das Programm über die Jahre hinweg mitgeprägt haben, wie Paola Felix, Jürgen von der Lippe, Dieter „Didi“ Hallervorden, Carolin Kebekus oder Ulrich Wickert. Barbara Schöneberger schwebt in einem Engelskostüm in die Halle, Günther Jauch tanzt zu Beginn mit der Maus, Iris Berben verkleidet sich für eine „Sketchup“-Einlage.

Für heftige Nachwehen sorgt der Auftritt von Didi Hallervorden. In einer Neufassung seines berühmten „Palim Palim“-Sketches, in dem zwei inhaftierte Männer aus Langeweile einen Einkauf nachspielen. Hallervorden änderte den Beginn des Sketches, um die Sprachentwicklung der letzten Jahre zu kritisieren: Der von ihm gespielte Häftling sei im Gefängnis, weil er das N-Wort und das Z-Wort benutzt habe.

Der neuadaptierte und kritisierte Sketch in der ARD vom April 2025:

„N-Wort“ steht für einen diskriminierenden Begriff für schwarze Menschen. Beim „Z-Wort“ zielt die Diskriminierung auf Sinti und Roma ab. Hallervorden benutzte in seinem Sketch nicht die umschriebenen Fassungen, sondern die ursprünglichen und mittlerweile politisch nicht mehr korrekten Begriffe.

Gegen die Kritik wehrt sich der Komiker nun auf seinem Instagram-Kanal. Satire würde von woken Menschen nicht mehr verstanden werden, schreibt er, „weil Satire aus Angst vor Missverständnissen nicht mehr vorkommt“: „Woke Menschen von heute versuchen ängstlich, nicht aus der Reihe zu tanzen, befolgen akribisch alle Social-Media-Gebote, um keine Likes aufs Spiel zu setzen“, so der 89-Jährige weiter.