Kann das wirklich sein? „Grey‘s Anatomy“ wird 20 Jahre alt? Am 27. März 2005 - auf den Tag genau vor zwei Jahrzehnten also - lief die erste Folge um Dr. Meredith Grey (Ellen Pompeo, 55) und ihre Kollegen. Damit gehört „Grey‘s Anatomy“ zur am längsten laufenden Medizindrama-Serie der Fernsehgeschichte. Bereits 2019 überholte sie die Serie „Emergency Room“. Und ein Ende ist nicht in Sicht: Am 28. April startet auch in Österreich die 21. Staffel (Disney+).
„Die Loyalität und Liebe der ‚Grey‘s Anatomy‘-Fans haben uns in eine historische 21. Staffel katapultiert, und ich könnte nicht dankbarer sein“, wurde Serienschöpferin und Produzentin Shonda Rhimes zitiert. Die neue Staffel besteht aus 18 Folgen. Auch wenn Dr. Meredith Grey inzwischen nicht mehr im Zentrum der Serie steht, ist sie immer noch Ausgangspunkt und Anker der Serie.
Warum „Grey‘s Anatomy“ anders ist
Von Anfang an setzte man im Cast auf Diversität und ethnische Vielfalt. Zu den Führungspersönlichkeiten des fiktiven Seattler Ausbildungskrankenhauses gehörten mit Chandra Wilson (Miranda Bailey), James Pickens Jr. (Richard Webber) und Isaiah Washington (Preston Burke) drei schwarze Schauspieler, die von Anfang an in Führungspositionen zu sehen waren. Das zieht sich bis zur aktuellen Staffel 21 durch. Den Machern hinter der Serie war stets daran gelegen, vor allem den weiblichen Charakteren eine Komplexität zu geben - Kante vor Sympathie, verriet Chefautorin und Showrunnerin Krista Vernoff im Magazin Variety. Das trug sicherlich dazu bei, dass Figuren wie Miranda Bailey und Meredith Grey zu den Kultfiguren wurden, die sie bis heute sind.
Auch vor aktuellen Themen schreckten die Macher um Shonda Rhimes nicht zurück. Man erinnere sich nur an Staffel 17, die sich komplett mit der Corona-Pandemie und den Folgen für die Ärzte im „Grey Sloan Memorial“ auseinandersetzte. Auch in den USA politisch heikle Themen wie Abtreibung oder die Herausforderung der LGBTQ+-Community durch das Auftreten offenkundig queerer Charaktere werden thematisiert.
Natürlich fehlt in keiner Staffel die ordentliche Portion Drama - scharfe Bomben in Patienten, Flugzeugabstürze, Massenerschießungen, diverse schreckliche Krankheiten von Alzheimer bis Krebs, Pandemien und persönliche Schicksalsschläge. Groß war das Entsetzen bei den Fans, als klar wurde, dass Meredith Greys Ehemann Dr. Derek Shepherd alias „McDreamy“ (Patrick Dempsey) nach zehn Jahren in der elften Staffel den Serientod sterben würde. Die Serie ist immer wieder für eine Überraschung gut.
„Grey‘s Anatomy“ ohne Meredith Grey - kaum vorstellbar
In der 19. Staffel begann in der Serie eine neue Ära: Ellen Pompeo (55) trat bei dem Projekt kürzer und ihre Figur Meredith Grey verabschiedete sich vom Krankenhaus in Seattle. Bis dahin war sie das Gesicht der Serie. Pompeo wollte sich - wie schon ihre Kollegen Katherine Heigl (Isobel Catherine „Izzie“ Stevens) und Patrick Dempsey zuvor - nach mehr als 360 Folgen anderen schauspielerischen Projekten widmen, die jenseits des Ärzte-Drama-Serien-Kosmos liegen. Dazu zählt besonders ihre aktuelle Serie „Good American Family“, in der sie die Hauptrolle spielt.
Doch ganz verabschiedet hat sich Ellen Pompeo, inzwischen zur Produzentin der Serie aufgestiegen, nie. Und für alle „Meredith“-Fans gibt es gute Nachrichten. In der 21. Staffel, die ab 28. April auf Disney+ zu sehen ist, wird sie wieder in sieben der insgesamt 18 Folgen zu sehen sein.