Der Herbst zieht ins Land – damit leider auch die Laubbläser: Elektronische Laubbläser erleichtern Menschen die Arbeit. Doch wissen viele Menschen nicht, dass ihre technischen Hilfsmittel der Tierwelt großen Schaden zufügen.

Es sind gerade die oberen Bodenschichten, die ein Eldorado für Kleinstlebewesen darstellen – darunter Asseln und Springschwänze, Tausendfüßler, Regenwürmer und Insektenlarven. Die kleinen Krabbeltiere ernähren sich von dem, was an organischem Material auf dem Boden liegen bleibt – und sind selbst die Nahrungsgrundlage für größere Tiere wie Spinnen, Frösche, Molche oder Igel. Wird das Herbstlaub aber mit Hochdruck weggeblasen, fehlen die Nährstoffe nicht nur den Pflanzen, sondern auch den kleinsten Bodenbewohnern.

Laubsauger verschlucken Tiere

Besonders schädlich für die Fauna am Boden sind Laubsauger. Sie verschlucken nicht nur Tiere bis zu einer Größe von Fröschen oder Molchen. In Geräten mit einem integrierten Häcksler werden die aufgesaugten Lebewesen auch noch gleich zerstückelt. Gerade kleinen Säugetieren ohne ausgeprägtes Fluchtverhalten, wie etwa jungen Igeln, können Laubsauger zum tödlichen Verhängnis werden.

Der Österreichische Tierschutzverein empfiehlt daher die klassische Verwendung von Rechen und Besen, um seinen Garten von Laub zu befreien. Neben einer Einsparung an Energiekosten dient diese Arbeit der körperlichen Ertüchtigung und schont die Umwelt. Neben den zahlreichen tierischen Gartenbewohnern freuen sich auch die Nachbarn über den unterlassenen Lärm.