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Briefe zu OsternLiebe Mama!

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Von 21 auf 1 diesmal also. Kein Gewusel in der Küche, kein kollektives Tränenlassen beim Krenreiben, kein „wer will noch Suppe vor der Osterjause?“, kein „ich kann nicht mehr“, keine zig Runden ums Haus ziehen, damit dann wirklich alle Eier („Hat sie eigentlich jemand gezählt vorher?“) aufgespürt sind, kein Duft nach geweihtem Rauch, der noch im Vorhaus hängt, kein Osterfeuer, das jedes Jahr viel zu früh („können wir bitte einmal warten, bis es finster ist?“) entfacht wird, kein Osterbrot-Wettstreit – an deines kommt sowieso keines heran (Schwestern, verzeiht!). Keine Töchter und Enkel, die mit ihren Familien dein Haus besetzen und sich niemals wie Gäste fühlen – weil es immer zu Hause ist.
Stattdessen wird es leise sein im Haus.

Ich werde dich anrufen und du wirst sagen: „Gut, wie soll es mir sonst gehen?!“ Richtig klagen habe ich dich lange nicht mehr gehört. Immer ist da dieses leise Leuchten in deiner Stimme. Auch wenn du dich über den kalten Wind ärgerst, der an deinen frisch gesetzten Pflänzchen „reißt“ oder dich über deine viel zu lang gewordenen Haare beschwerst. Wir werden deine neue Frisur nicht so schnell zu sehen bekommen, um uns ein eigenes Urteil bilden zu können, aber ich bin sicher, sie steht dir.

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