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Für den perfekten SchnappschussTouristen vertreiben Menschen aus ihren Häusern

In den sozialen Netzwerken sind Urlaubsfotos der Klickgarant schlecht hin. Einige Touristen setzen sich dafür sogar vor fremde Haustüren. Mit ungeahnten Folgen.

Cool fancy girls in London smily selfie
Bitte recht freundlich: Solche Urlaubsfotos können Anrainern die Laune verderben © (c) Getty Images (piola666)
 

Immer wieder bringen sich Touristen für das perfekte Selfie in Gefahr. 2015 sind mehr Todesfälle auf Selfies zurückzuführen als auf Haiattacken. Nicht nur Berge, auch Bahngleise, Bären, Haie, Waffen oder Wasserfälle locken immer wieder Menschen an den Rand der Zurechnungsfähigkeit fürs gelungene Selbstporträt. Vor Kurzem stürzte in Portugal ein Paar 40 Meter in den Tod, beim Versuch, das Handy, das den beiden aus der Hand gefallen sein dürfte, noch zu erwischen.

Während die einen sich selbst in Gefahr bringen, gehen die anderen ihren Mitmenschen auf die Nerven. Zum Beispiel im Londoner Stadtteil Notting Hill. Wie die britische Zeitung "The Sun" berichtet, hängen dort Touristen an Zäunen, sitzen auf Treppen und lehnen in Hauseingängen. Und das alles nur, um dort für die Kamera zu posieren.

Eine Anrainerin verglich die Szenerie vor ihrer Tür gegenüber der "Sunday Times" mit dem Erlebnispark Disneyland. Bereits in der Früh könne sie Menschen vor ihrerm Haus aufschreien hören. Eine andere Nachbarin berichtet von wüsten Beschimpfungen seitens der Touristen, als sie die unliebsamen Gäste darum bitten wollte, ihren Hauseingang zu verlassen.

Auch im Südwesten von England werden die Kameras gezückt. In Bibury hat das drastische Konsequenzen: "Mein Freund lebte 30 Jahre in der Arlington Row. Er war immer sehr bestimmt, wenn es darum ging, dass sich Leute einfach auf seine Wand setzten. Irgendwann wurde er es leid und zog weg", erzählte etwa der Bezirksvorsteher der Gemeinde "The Sun".

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