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Gutschi & BradaHochsaison der Produktpiraterie

Sieben von zehn Österreichern haben schon einmal im Urlaub ein nachgemachtes Produkt gekauft. Grund dafür ist meist der Schnäppchenpreis.

FASHION-US-DIESEL
© APA/AFP/JEWEL SAMAD
 

Wenn die Touristen durch die Gassen wuseln und sich an den Stränden Sonnenschirm an Sonnenschirm reiht, dann ist auch die Produktpiraterie wieder an ihrem Höhepunkt angelangt. Auch Herr und Frau Österreicher leisten einen fleißigen Beitrag zum florierenden Geschäft mit den gefälschten Waren, denn: Mehr als die Hälfte hat bereits einmal bei Imitaten zugeschlagen, auch wenn sie sich beim Kauf nicht immer darüber im Klaren waren, dass die vermeintliche Louis Vuitton Handtasche lediglich eine täuschend echt aussehende Kopie des Originals ist. Das EU-AMT (EUIPO) für geistiges Eigentum hat errechnet, dass es durch Produktpiraterie in Österreich 8000 Jobs weniger gebe.

Bekleidung, aber auch Handtaschen, Sonnenbrillen, Uhren oder Schuhe sind begehrte Produkte unter den Plagiaten.

Anlaufstelle Nummer 1 sind dabei wenig  Urlaubsorte im Ausland – säumen die Verkaufsstände mit Nachbildungen bekannter Luxusmarken in vielen Urlaubsländern doch die Straßen. Nicht jedem gelingt es hierbei standhaft zu bleiben und der Versuchung ein Schnäppchen zu schlagen nicht zu erliegen. So auch 7 von 10 Österreichern, die angeben, bereits einmal nachgemachte Produkte fernab der Heimat gekauft zu haben.

Zollbestimmungen: Die zehn kuriosesten Verbote

Indien-Reisende sollten nur mit nagelneuen Landkarten verreisen. Ein Reiseführer inklusive Landkarte ist für Reisende im Urlaub auch heute noch ein Must-have. Diejenigen, die es nach Indien verschlägt, sollten dabei aber genau auf das Erscheinungsjahr der Landkarte achten. Bei der Zollkontrolle kanndie korrekte Einzeichnung der indischen Landesgrenzen kontrolliert werden. Veraltete Abbildungen können zu Strafen von bis zu 1 Mrd. Rupien (ca. 13,2 Mio. Euro) führen.
Der Grund für die Zollbestimmung: Die Grenzen des Staates sollen nur im Einklang mit der offiziellen indischen Darstellung abgebildet werden.

(c) EPA (DIVYAKANT SOLANKI)

E-Zigaretten sind in Dubai nicht erlaubt.
Wer regelmäßig mit seiner E-Zigarette dampft, sollte vor seinem Dubai Urlaub lieber gänzlich mit dem Rauchen aufhören. In Dubai ist der Import von elektronischen Zigaretten nämlich strengstens verboten und kann zu einer strafrechtlichen Verfolgung führen.
Der Grund für die Zollbestimmung: E-Zigaretten sind in Dubai komplett verboten, dürfen nicht importiert werden und werden bei der Einfuhr beschlagnahmt. 

(c) EPA (YOAN VALAT)

Reisende dürfen keinen Saft nach Nigeria importieren. Reisende, die nach Nigeria fliegen und auch im Urlaub nicht auf ihren persönlichen Lieblings-Frühstückssaft verzichten möchten, sollten bei der Einreise keinesfalls mehr als 150 ml im Gepäck mit sich führen.
Der Grund für die Zollbestimmung:  Säfte in größeren Mengen als 150 ml stehen auf der Nigerianischen “Import Prohibition List” und dürfen nicht eingeführt werden. Durch das Verbot soll die Einfuhr von minderwertigen bzw. gefälschten Produkten unterbunden werden. Spannend ist jedoch, dass Gesundheits- und Energy Drinks in größeren Mengen mitgebracht werden dürfen.

(c) APA (HARALD SCHNEIDER)

Reisende sollten nicht zu viele Erdäpfel mit nach Deutschland bringen. Deutschland ist weltweit bekannt für seine innige Beziehung zu Erdäpfeln. Wer bei einer Deutschlandreise exotische Sorten aus dem Ausland mitbringen möchte, sollte bloß nicht zu tief ins Erdäpfel-Sackerl greifen. In Deutschland ist die Einfuhr von Erdäpfeln aus nicht-EU Ländern nämlich strengstens verboten.
Der Grund für die Zollbestimmung: Das Risiko der Verbreitung der bakteriellen Ringfäule ist zu hoch.

(c) dpa (A3472 Frank May)

In Angola sind keine fremden Briefmarken erlaubt.
Wer gerne Postkarten an seine Liebsten daheim verschicken möchte und zufällig noch eine Briefmarke in seiner Geldbörse hat, sollte in Angola besonders gut aufpassen und lieber eine Briefmarke aus dem lokalen Postamt kaufen. Denn landesfremde Briefmarken sind in Angola strengstens verboten.
Der Grund für die Zollbestimmung: Aufgrund zahlreicher Fälschungen, hatte die heimische Post in der Vergangenheit große Einnahmen-Verluste.

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Das beliebte Überraschungs-Ei ist in den USA verboten. Überraschungseier - Nascherei und Spaß zugleich. Jedoch nicht in den USA, denn dort ist die beliebte Süßigkeit verboten. Die Einfuhr der beliebten Süßigkeit kann Reisenden alles andere als eine Freude bereiten. Pro Ei können in den USA Strafen von bis zu 2.500 US-Dollar (umgerechnet ca. 2.217 Euro) fällig werden. Der Grund für die Zollbestimmung: Jemand könnte Überraschungseier im Ganzen essen und dabei das Spielzeug verschlucken. Aufgrund der akuten Erstickungsgefahr sind die Schoko-Eier in den USA verboten.

(c) dpa/dpaweb (Z1001 Nestor Bachmann)

Honig im Tee oder auf dem Brot – nicht in Brasilien
Wer auf Honig nicht verzichten kann, sollte womöglich besser nicht nach Brasilien reisen. In Brasilien ist die Einfuhr von Honig und allen Nebenprodukten nämlich strengstens verboten. Kerzen aus Bienenwachs oder Honiggläser sind demnach kein geeignetes Mitbringsel.
Der Grund für die Zollbestimmung: Um die heimische Fauna vor tierischen Krankheiten zu schützen ist der Honig-Import verboten.

(c) dpa/dpaweb (Z1003 Jens B�ttner)

Fremde Parfums sind auf Madagaskar unerwünscht. 
Für die meisten Reisenden ist es selbstverständlich, den Lieblingsduft mit ins Reisegepäck zu packen. Wer jedoch nach Madagaskar fliegt, sollte ihn lieber zu Hause lassen. Der dortige Zoll veranschlagt für mitgebrachte Parfums nämlich eine saftige Zollgebühr. 
Der Grund für die Zollbestimmung: In den meisten Parfums befinden sich günstig hergestellte Vanille-Extrakte, welche die für Madagaskar so wichtige heimische Vanilleindustrie bedrohen. 

(c) AP (MARTIN MEISSNER)

Achtung vor dem Kaugummi-Verbot in Singapur
Wer sich auf dem Weg nach Singapur befindet und leidenschaftlich gerne Kaugummi kaut, sollte seine Kaugummipackung lieber im Flugzeug liegen lassen oder noch rechtzeitig vor der Zollkontrolle entsorgen. In Singapur sind Kaugummis nur in der Apotheke erhältlich und mit ärztlichem Rezept käuflich zu erwerben. Der Grenzzoll ist bei der Einfuhr von Kaugummi gnadenlos und unter Umständen drohen Bußgelder in einer Höhe von bis zu 66.000 Euro.
Der Grund für die Zollbestimmung: Damit es zu keinen Verschmutzungen durch achtlos auf der Straße entsorgte Kaugummis kommt, hat die Regierung diese Zollbestimmung eingeführt.

(c) AP (TOM HOOD)

Raucher sollten in Neuseeland aufpassen. 
Im fernen Neuseeland dürfen bereits seit 1998 keine Feuerzeuge mehr importiert werden.
Der Grund für die Zollbestimmung: In Neuseeland gelten strenge Produktsicherheitsnormen, die im Vergleich mit Standards aus anderen Ländern besondere Kindersicherungen umfassen. Damit alle Feuerzeuge, die sich in Neuseeland im Umlauf befinden diese Sicherheitsvorkehrungen auch tatsächlich besitzen, gibt es ein generelles Einfuhrverbot von Feuerzeugen. 

(c) AP (Michael Probst)
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