Shakespeare wirkt. Bis heute. Mit seiner „Tragödie von Richard III.“ hat er dem letzten englischen König aus dem Hause Plantagenet das Image des Schurken schlechthin verpasst. Ein buckeliger Thronräuber, dessen Weg zur Krone mit Leichen gepflastert ist – so hat man ihn im Kopf. Historiker bewerten Richards Figur heute deutlich milder, schreiben vieles der Propaganda des nach seinem Tod bei der Schlacht von Bosworth 1485 herrschenden Adelsgeschlechts der Tudors zu.