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Beschädigte GräberWer haftet und wann die Versicherung zahlt

Wenn „höhere Gewalt“ oder gelockerte Steine am Nachbargrab Schäden an der eigenen Grabstätte anrichten. Wir haben beim Versicherungsexperten nachgefragt, wer in welchem Fall haftet.

Für Grabeigner stellen sich durchaus Haftungsfragen © (c) marako85 - stock.adobe.com
 

Sturm, Hochwasser und umstürzende Bäume können auch Grabstätten beschädigen. „Bleiben Grabeigner in solchen Fällen auf ihren Schäden sitzen?“ fragen wir den Kärntner Versicherungsexperten Reinhard Jesenitschnig. Er sagt dazu: „Höhere Gewalt’ bedeutet gemäß Allgemeinem Bürgerlichem Gesetzbuch, dass der Schaden aus einem Zufall entspringt. Es gibt also keinen Dritten, der den Schaden schuldhaft verursacht hat.“ Bei bloßem Zufall treffe der Schaden denjenigen, in dessen Vermögen er sich ereignet hat, in diesem Fall also den Grabeigner bzw. den Nutzungsberechtigten. Die Friedhofsverwaltung könne von Eigentümern beschädigter Gräber berechtigt die Reparatur verlangen, weil zum Beispiel aus den nicht mehr stabilen Grabsteinen eine Gefahr für Friedhofsbesucher ausgeht. Der Verein für Konsumenteninformation rät in solchen Fällen: „Nehmen Sie am besten rasch direkten Kontakt mit der Friedhofsverwaltung auf und vereinbaren einen Termin für eine gemeinsame Begutachtung der Grabstätte.“

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