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Neues JustizpaketScheidung, Obsorge & Unterhalt: Was jetzt alles warten muss

Die Corona-Krise wirkt sich auch auf die Justiz aus. Was derzeit für Scheidungsverfahren gilt, warum das Kontaktrecht faktisch ausgesetzt ist und wie man noch zu Unterhaltszahlungen kommt.

Wer jetzt noch nicht geschieden ist, wird mit Sicherheit zumindest bis nach der Corona-Krise verheiratet bleiben.
Wer jetzt noch nicht geschieden ist, wird mit Sicherheit zumindest bis nach der Corona-Krise verheiratet bleiben. © (c) goodluz - stock.adobe.com
 

„Meine Klienten haben durchgedreht“, berichtet die Wiener Rechtsanwältin Katharina Braun. „Am Montag noch sind Klienten gekommen, die rasch noch ihre Scheidung einreichen wollten“, erzählt sie. Dabei sei die Justiz da schon auf einen Notbetrieb heruntergefahren gewesen. „Es gibt keine Notariatstermine mehr und Anwälte machen Homeoffice“, sagt sie und ergänzt: „Derzeit werden alle Verhandlungen grundsätzlich abberaumt. Die Leute sind jetzt sozusagen im Ist-Zustand eingefroren. Auch die Kontaktrechte sind ausgesetzt.“ Wenn die Kinder geschiedener Eltern bei einem Elternteil sind, wäre derzeit ein Wechsel zum anderen ja schon aus gesundheitlichen Gründen abzulehnen. „Das muss ausgesessen werden.“ Man sollte derzeit nur aus drei Gründen hinausgehen, die wir ja alle kennen. Um es in aller Deutlichkeit zu sagen: „Wer sich jetzt ums Kontaktrecht streiten will, kann zum Salzamt gehen.“

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