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Sammelaktion Greenpeace: Diese Firmen machen den meisten Plastikmüll

Coca-Cola, PepsiCo und Nestle sind laut einer Müllsammelaktion von Greenpeace die größten Plastikverschmutzer weltweit. Umweltschützer fordern endlich Verbot von Einwegplastik.

Greenpeace: Diese Firmen machen den meisten Plastikmüll
Greenpeace: Diese Firmen machen den meisten Plastikmüll © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Coca-Cola, PepsiCo und Nestle gelten weltweit als größte Plastikverschmutzer. Zu diesem Schluss kommt die Umweltschutzorganisation Greenpeace, die in diesem Jahr mit anderen Organisationen in 55 Ländern Müllsammelaktionen durchgeführt hat. Bereits zum dritten Mal in Folge konnten die meisten Plastikverpackungen den drei multinationalen Konzernen zugeordnet werden. Greenpeace fordert daher die gesetzliche Beschränkung von Einweg-Plastikverpackungen.

Auch Mehrwegsysteme müssten massiv ausgebaut werden, hieß es in einem Appell an weltweite Politikerinnen und Politiker. Die Umweltschützer haben in diesem Jahr insgesamt 346.494 Plastikteile in der Natur gesammelt. "Es kommt nicht überraschend, dass dreimal in Folge dieselben großen Marken auf dem Siegertreppchen als größte Plastikverschmutzer stehen. Diese Unternehmen behaupten, die Plastikkrise zu bekämpfen, investieren aber weiter in falsche Lösungen und arbeiten mit Ölkonzernen zusammen, um noch mehr Plastik zu produzieren", sagt Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace in Österreich.

Vor zwei Jahren hat Bundeskanzler Kurz medienwirksam versprochen, Wegwerfplastik zu reduzieren. Jetzt müssen endlich Taten folgen.

Lisa Panhuber, Greenpeace

4.500 Tonnen Müll in der Natur

Auch in Österreich landen demnach pro Jahr rund 4.500 Tonnen Müll in der Natur, der größte Anteil davon seien Einwegverpackungen. "Vor zwei Jahren hat Bundeskanzler Kurz medienwirksam versprochen, Wegwerfplastik zu reduzieren. Jetzt müssen endlich Taten folgen: Die ÖVP muss endlich Wort halten und unter anderem dem verbindlichen Ausbau von Mehrwegverpackungen im Abfallwirtschaftsgesetz zustimmen", fordert Panhuber.

Über die Auswirkungen von Einwegplastik informierte zuletzt auch ein Bericht der Ellen McArthur Foundation. Diese kam zu dem Ergebnis, dass der globale Süden mit immer mehr minderwertigen Einweg-Kunststoffverpackungen konfrontiert sei, die von großen multinationalen Unternehmen "aggressiv" auf den Markt gebracht würden.

Auch große Kunststoffunternehmen aus Österreich seien daran maßgeblich beteiligt. Der österreichische Chemiekonzern Borealis sei einer der weltgrößten Kunststoffhersteller und arbeite mit Konzernen wie Henkel. Auch das Vorarlberger Unternehmen Alpla gehöre zu den weltweit größten Plastikverpackungsherstellern und produziere auch Verpackungen für Coca-Cola oder PepsiCo.

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