Im Zeitraum von 2004 bis 2007 wurden allein in Österreich 167 verschiedene Handy-Tarife von acht Mobilfunkbetreibern angeboten. Das erhob die Arbeiterkammer im Zuge eines Tests.
Telefonieren günstiger. Insgesamt ist das Telefonieren mit dem Handy in den vergangenen drei Jahren günstiger geworden, dafür wurde die Anmeldung um ein Fünftel teurer. Immer beliebter sind Pauschalangebote, die bei Überschreitungen des inkludierten Telefonielimits richtig teuer werden können. Grundsätzlich gilt laut AK-Konsumentenschützer Harald Glatz: "Die stark beworbenen Aktionstarife gelten in erster Linie für Neuanmeldungen. Wer den Tarif wechseln will, zahlt teuer drauf oder kann es teilweise gar nicht tun."
Kosten im Vergleich. Die Gesprächskosten für Vertragshandys seien für Anrufe ins Festnetz in der Geschäftszeit um rund 24 Prozent und in andere Handynetze um rund ein Drittel gesunken. Rufe ins eigene Netz und Mobilboxabfragen blieben demnach in etwa gleich. SMS seien teilweise etwas teurer geworden. Bei den Wertkartenhandys wurde Telefonieren stark billiger: ins eigene Netz um rund 68 Prozent, ins Festnetz um 60 Prozent, in Fremdnetze um 55 Prozent. SMS und Anrufe zur Mobilbox sind um bis zu einem Fünftel billiger geworden, so die Kammer am Mittwoch in einer Aussendung.
Freiminuten sehr beliebt. Dick im Kommen seien bei Vertragshandys Tarife mit Freiminuten. Wird allerdings das Kontingent überschritten, wird es teuer. Glatz: "Die Minutenpreise sind im Vergleich zu anderen Tarifen sehr hoch." Haupt- und Nebenzeiten verlieren hingegen an Bedeutung. Tückisch sei die halbminütige Verrechnung. "Die erste Minute wird jetzt für gewöhnlich voll verrechnet, auch wenn man nur kurz spricht, danach halbminütig oder jede Minute", hieß es von der Arbeitnehmervertretern.
167 verschiedene Handy-Tarife
Insgesamt ist das Telefonieren mit dem Handy günstiger geworden. Manchmal nur auf den ersten Blick, belegt ein Test der Arbeiterkammer.
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