Neuer Name, neues Betriebskonzept: Aus der ehemaligen Cantina Salud im Cityhotel Ertl in der Spittaler Bahnhofstraße wurde das El Venado. Eigentümer, Küchencrew und die sehr gute Qualität der Speisen blieben die Gleichen. Timmy Krobath, der seit dem Tod seines Vaters Christian mit Mutter Ingrid Hotel und Restaurant in sechster Generation führt, setzt seit dem Neustart neben der beliebten Tex-Mex-Küche auf saisonale Gerichte.

Fein abgeschmeckt: Das Zanderfilet
Fein abgeschmeckt: Das Zanderfilet © KLZ / Andrea Steiner

Unter dem Motto „Alpenherz und Andenfeuer“ gehen österreichische Hausmannskost und lateinamerikanische Aromen eine gelungene kulinarische Symbiose ein.  Besonders Wild hat nun einen neuen Stellenwert erhalten. Krobath, der sein Wildbret aus drei Oberkärntner Revieren bezieht, unterstreicht seine Jagd-Leidenschaft mit dem neuen Namen: El Venado, was aus dem Spanischen übersetzt so viel heißt wie „Der Hirsch, das Wild“.

Mit Biss: Das Spargelrisotto
Mit Biss: Das Spargelrisotto © KLZ / Andrea Steiner
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Kein Wunder also, dass das Carpaccio vom Wild aus eigener Jagd hauchzart auf der Zunge zerging. Auf dem gut gefüllten Teller ergänzten Basilikum-Pesto, marinierter Rucola, Parmesan und Baguette die Vorspeise. Das Bistec Tartaro, ebenfalls ein Starter auf der Karte, hätte sich etwas mehr Pepp bei der Würze verdient. Serviert wurde das Beef Tartar vom Rind mit Butter und geröstetem Brot. Auf den Punkt gebraten war das Filet de Lucio: Drei Zanderfilet-Stücke mit mexikanischer Tequila-Limetten-Butter, Quinoa-Gemüse, Mandelbrokkoli und Limetten-Aioli verhießen nicht nur für das Auge Genuss. Das Gemüse war noch knackig, Butter und Aioli sehr fein abgeschmeckt. Das Spargelrisotto hätte man so auch in Italien essen können: Etwas Wein-lastig vielleicht, jedoch sämig und cremig im tiefen Teller serviert. Die Reiskörner hatten noch Biss, der Solospargel war perfekt gegart.

Churros - heiß und knusprig
Churros - heiß und knusprig © KLZ / Andrea Steiner

Zum Abschluss bestellten wir Churros, das traditionelle Brandteig-Gebäck aus Spanien. Heiß, knusprig, in Zimt-Zucker gewälzt, mit etwas Schlag, Früchten und Schokosauce, waren sie der perfekte Abschluss. Wer noch Lust auf einen „Absacker“ hat, muss nicht weit gehen: An der Hotelbar hat Barchef Boris Flatschacher alles bestens im Griff. Die umfangreiche Cocktailkarte lässt keine Wünsche offen. Und wenn das Wetter passt, laden Terrasse und der lauschige Garten ein, gerne auch einmal länger zu verweilen.

Hausherr und Gastgeber Timmy Krobath
Hausherr und Gastgeber Timmy Krobath © KLZ / Andrea Steiner