Hintergrund„Wertschöpfung bleibt im Land"

Was verbirgt sich hinter dem Genussland Kärnten? Die Strukturen sind einfach und effizient.

© KLZ/Helmuth Weichselbraun
 

Die Marke Genussland Kärnten wurde bereits 1991 als Vermarktungsplattform gegründet. Nachdem sie einige Jahre ohne große Inhalte vor sich hin dümpelte und eher stiefmütterlich behandelt wurde, erfolgte 2009 ein Neustart. „Das Potenzial von Genussland Kärnten wurde neu entdeckt. Wir haben alle Player in der Kärntner Landwirtschaft an einen Tisch geholt“, erinnert sich Barbara Wakonig, Obfrau des Verein Kärntner Agrarmarketing.

Bestehende Qualitätssicherungen, wie das AMA Gütesiegel, Gutes vom Bauernhof, das Bio Austria Siegel und andere, werden bei den Genussland Kärnten Produzenten anerkannt. Ein eigener Kriterienkatalog ist die Vorgabe, nach welchem Landwirte produzieren müssen. „Wichtig ist, dass alle Zutaten – vom Ei bis zum Dinkel, vom Wild bis zum Knoblauch – aus Kärnten kommen“, erklärt Fritz Auernig vom Verein Kärntner Agrarmarketing.

In Kärnten gibt es inzwischen 430 Lizenzmitglieder, das sind Landwirte, Wirte und Hoteliers sowie Handelspartner, die sich der Marke „Genussland Kärnten“ angeschlossen haben. „Unser Erfolg ist darauf zurückzuführen, dass wir einfache Strukturen anbieten. Die Produzenten bezahlen 20 Euro Mitgliedsbeitrag im Jahr, die Bürokratie hält sich in Grenzen. Mit der Möglichkeit eines Zusatzverdienstes bleibt die Wertschöpfung am Hof. Manche gehen wieder zurück in den Vollerwerb, wir haben aber auch Neueinsteiger“, freut sich Fritz Auernig.

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