So viele Einreichungen gab es bei der Vorkost zum wichtigsten Weinwettbewerb des Landes, der Weinkost der Kleinen Zeitung, noch nie. Die wohl hochkarätigste Jury seit den Anfängen der Weinkost vor 30 Jahren widmete sich in Haidegg 475 Weinen – davon allein 84 Sauvignons vom Jahrgang 2021. Und der zauberte ein Lächeln auf die Gesichter der Verkosterinnen und Verkoster.

„Tiefe, Struktur, Finesse – 2021 ist generell fantastisch“, betonte Sommelier Christopher Pohn. In der Quantität macht man Abstriche. „Weniger Ertrag, mehr Konzentration, Top-Qualität“, fasst es Winzer Stefan Potzinger zusammen.

Verkostete reife Rieden 2018/18: Petr Hlinak, Irka am Pfarrhof
© (c) Juergen Fuchs (FUCHS Juergen)

Für den letzten Aroma- und Frischeschub sorgten die kühlen Temperaturen während der Lese. „Für den Muskateller war es das perfekte Jahr. Das werden sehr langlebige Weine“, schwärmt Winzer Hannes Sabathi.

Erstmals dabei: Sommelier Thomas Ferrand vom Sattlerhof
© (c) Juergen Fuchs (FUCHS Juergen)

Auch dem Sauvignon-Gebietswein attestiert Sommelier Thomas Ferrand viel Potenzial, am Gastro-Allrounder Weißburgunder „in allen Facetten von kernig-frisch bis sehr reif“ fand Winzer Armin Tement Freude. Ausgeprägte Frucht mit immer stärkerer Hinwendung zu Seriosität und Tiefe ortete Winzer Andreas Sattler in der Kategorie Traminer.

 

Das Thema reife Rieden begeisterte Vorkostleiter Arno Bergler. „Die großen Riedenweine von Morillon und Sauvignon zeigen sich lebendig und elegant. In den nächsten 15 Jahren werden sie noch viel Freude bereiten.“ Nicht zuletzt brach er eine Lanze für den steirischen Wein: „In ein, zwei Generationen werden einige steirische Weißweine dort sein, wo sie hingehören und zu den besten der Welt zählen.“

Das sind die Finalisten:

Diese Finalisten schafften es ins Finale der 30. Weinkost der Kleinen Zeitung
© Eva Wabschegg