RezepttippsGedeckter Apfelkuchen zum Nachbacken

Mehlspeisen mit Äpfeln zählen zu den beliebtesten Kuchen und Nachspeisen. Aber die Früchte können auch einen Bratensaft verbessern.

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Seminarbäuerin Cornelia Mikitsch-Rogatsch empfiehlt gedeckten Apfelkuchen © KK
 

Er ist nicht umsonst das beliebteste Obst der Österreicherinnen und Österreicher: 17,4 Kilogramm der Frucht werden hierzulande pro Kopf und Jahr gegessen.

Was heimische Äpfel besonders auszeichnet? „Es ist vor allem der hohe Gehalt an Mineralstoffen, Vitaminen wie Vitamin C, Spurenelementen wie Eisen, Kalium, Phosphor, aber auch an Ballaststoffen und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen“, schwärmt Seminarbäuerin Manuela Pichler. Das Sprichwort, dass ein Apfel am Tag den Gang zum Arzt ersparen kann, hat also durchaus einen wahren Kern.

Das Kochbuch

Ob ein gedeckter Apfelkuchen (Rezept siehe unten) oder ein Apfelkuchen mit Bienenstichdecke, ein Topfenblätterteig, Wildbraten, Broccolinudeln oder ein Topfen-Marillen-Strudel – im Kochbuch „Das Beste von Kärntens Seminarbäuerinnen“ sind unterschiedlichste Rezepte zu finden. 136 Seiten, 22,90 Euro. Im Buchhandel, in Büros der Kleinen Zeitung oder unter www.shop.kleinezeitung.at

Auch in kulinarischer Hinsicht ist der Apfel ein Tausendsassa – besonders jetzt, zur Erntezeit im Herbst. Neben seiner süßen, hat er auch eine pikante Seite. Die Tipps der Seminarbäuerin für die Küche: „Bratensaft wird schmackhafter, wenn man eine Apfelscheibe hineinlegt und mitbraten lässt. Man kann auch etwas Zucker in einer Pfanne leicht bräunen, mit Apfelsaft ablöschen und zur Sauce gießen.

Brot im Brotkasten aus Metall und Holz bleibt länger frisch, wenn man ein Stück Apfel zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit hineinlegt. Ebenso bleiben Kuchen und Kekse länger frisch mit einer Apfelspalte in der Blechdose.“ Und: Lebkuchen wird auch schneller weich, wenn man einen Apfel in die Keksdose legt.

Gedeckter Apfelkuchen - ein Gedicht Foto © KK

Gedeckter Apfelkuchen

Für den Mürbteig:
400 g Mehl
1 gestrichener TL Backpulver
100 g Staubzucker
1 Prise Salz
200 g Butter
1 Ei

Für die Apfelfülle:
8 bis 10 Äpfel (grob gerieben oder blättrig gehobelt)
Zimt
Zucker
eventuell Rosinen

Zum Bestreichen:
1 Ei, verquirlt

  • Für den Mürbteig Mehl mit Staubzucker, Salz und Backpulver mischen. Butter in Stücken ins Mehl schneiden und damit abbröseln. Eine Mulde formen und das Ei hineinschlagen. Alles zu einem glatten Mürbteig kneten und 30 Minuten rasten lassen. Teig in zwei Teile teilen (zwei Drittel und ein Drittel).
  • Für die Fülle Äpfel mit Zimt, Zucker und eventuell Rosinen vermischen. Die größere Teighälfte circa 5 mm dick ausrollen, auf ein Blech legen, mit der Apfelfülle belegen und die zweite Teighälfte (ca. 3 mm dick) als „Deckel“ darüberlegen.
  • Mit Ei bestreichen, mit einer Gabel mehrmals einstechen und bei 170 °C Heißluft ca. 30 Minuten hellbraun backen. Mit Staubzucker bestreut servieren!

Tipp

Für diesen Kuchen können auch Birnen oder Äpfel mit Birnen gemischt verwendet werden. Wenn die Birnen sehr saftig sind, kann man 1 bis 2 EL Brösel
unter die Fülle mischen.

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