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WeinverkostungSommelier Christian Zach über den "Star vom Eichberg"

Große Freude hat Christian Zach mit dem 2017 Sauvignon Blanc-Muri „Spiesz“ Weingut Jaunegg. Hier erklärt der "Sommelier des Jahres" aus der Weinbank in Ehrenhausen, was den Wein so besonders macht.

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Sommelier Christian Zach © (c) Jürgen Fuchs (FUCHS Juergen)
 

Christian Zach, Sommelier "Die Weinbank" in Ehrenhausen,  zeigt sich vom 2017 Sauvignon Blanc-Muri „Spiesz“ vom Weingut Jaunegg begeistert:

Bei diesem Wein passt alles. Wir haben den großen Jahrgang 2017, die besten Trauben Sauvignon Blanc aus der Lage „Spiesz“ ein Teil der Riede Muri. Dem Wein wird mehr Freiraum gegeben, einfach mehr „Laissez faire“. Die Trauben werden nachhaltig produziert, mit Bio-Zertifizierung.

Daniel und Jasmin Jaunegg gehen einen Weg der absolut nachvollziehbar ist. Derzeit ist das Weingut in Umstellung zu Bio begriffen (die Umstellung dauert drei Jahre also arbeitet Daniel seit 2019 daran), die Ernte 2021 wird die erste, die auch deklariert bio auf den Markt kommt.

Der Wein 2017 Sauvignon Blanc Muri „Spiesz“ ist quasi eine Reserve aus dem für mich besten Jahrgang, den es in der Südsteiermark je gab. Eine Premiere, den mit diesem langen Ausbau hat Daniel Jaunegg noch keinen Wein auf dem Markt.

Cool-Climate-Paradewein

Die Trauben wurden Ende September 2017 gelesen und wachsen auf  sandigen bis extrem schottrigen, kalkhaltigen Böden. Das Klima ist dort geprägt vom kühlen Einfluss der Koralpe auf bis zu 550m Seehöhe - und das bringt einen „Cool Climate“-Paradewein hervor.

Der Wein wird spontan (ohne Zusatz von Hefen) vergoren, liegt 36 Monate auf der Feinhefe, ohne Schwefel, und wird im großen neutralen Holzfass ausgebaut. Im Dezember 2020 wurde er unfiltriert gefüllt.

Wie trinken?

Der Wein sollte nach dem Öffnen karrafiert werden, Luft tut ihm gut! Eine Tendenz, die bei Weinen, die einen längeren Ausbau hatten, leicht nachzuvollziehen ist.

Anfänglich in der Nase noch leichte Reduktionsnoten, die sich aber durch das Karrafieren verflüchtigen. Zunehmend beginnt der Wein zu strahlen. Minütlich wird er feiner und enger, ein sehr heller Wein mit Tiefe und großartiger Struktur. Vordergründigkeit? Fehlanzeige! Er ist würzig filigran, einfach ein genialer Tropfen, nervig vibrierend am Gaumen mit unfassbarer Länge und perfekter Säure ausgestattet, für die Ewigkeit. Auch der Alkoholgehalt bei knappen 12,7 Vol% spricht für den Wein. Kurz: ein Monument vom Eichberg!

Mein Tipp: Es gibt nicht viel von diesem Wein, aber wenn sich die Möglichkeit bietet, kaufen, was man bekommt! Der Ab-Hof-Preis macht diesen großen Wein sogar zu einem internationalen Schnäppchen.

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