Für ein Gemüse hat Rhabarber eine steile Karriere hingelegt: Erst seit man Zucker industriell herstellen kann, sind die rotfleischigen Stängel gesüßt genießbar - die Engländer haben das vor 250 Jahren entdeckt und zählen seither zu ihren größten Anhängern.

Nicht nur zum Dessert. Dass die Pflanze nicht nur als Dessert schmeckt, dafür plädiert Sepp Trippolt, der junge Patron des Zwei-Hauben-Restaurants "Zum Bären" in Bad St. Leonhard: "Rhabarber ist das erste frische Gemüse, das bei uns wächst - und er schmeckt süßsauer zum Kaninchen genauso toll wie in scharfen Chutneys." Als Kuchenzutat findet Trippolt den Rhabarber "zu gatschig"; er empfiehlt ihn stattdessen als Appetizer - etwa indem man frischen Schafstopfenkäse mit leicht gesüßtem Rhabarber, etwas Olivenöl und gemahlenem schwarzen Pfeffer anrichtet: "Optimal für warme Tage." (Siehe auch Trippolts Rezeptvorschlag in der rechten Randspalte.)